Noah Haller klärt einen Empfinger Angrjff per Kopf. Die TSG Balingen überzeugte am Samstag nur in den ersten 45 Minuten. Foto: Eibner

Beim Testspiel der TSG Balingen gibt es positive und negative Ausschläge. Cheftrainer Murat Isik will das Ganze nicht überbewerten, formuliert aber auch eine klare Ansage an eine Mannschaft.

Nach dem gewonnenen Blitzturnier in Reutlingen testete die TSG Balingen am Samstag bei der SG Empfingen. Der 5:2-Sieg stellte Murat Isik aber nur sehr bedingt zufrieden. Nach dem Spiel ging es für ihn zügig vom Platz – auf eine Ansprache an die Mannschaft verzichtete er. Diese hatten sich aber auch sofort nach dem Spiel selber besprochen.

 

Ein Resultat von 1:2 bezogen auf die 2. Halbzeit kann gegen den Landesligisten nicht der Anspruch der Balinger sein. Zumal bei den Empfingern dann auch einige Spieler auf dem Platz standen, die in der Vorrunde keine Rolle in der 1. Mannschaft gespielt haben. Die TSG, bei der nur Louis Potye und Egemen Sarikaya durchspielten, hatte hingegen auch nach dem Seitenwechsel hochkarätiges Personal auf dem Platz. Von dieser Qualität war aber wenig zu sehen. Außer dem sauber raugespielten Treffer zum 4:2 durch Halim Eroglu gab es nur durch Amney Moutassime noch zwei hochkarätige Chancen.

Eine sehr intensive Woche

„Wir hatten diese Woche schon voll reingehauen, also sehr intensiv trainiert, aber auch viel Video und Analyse gemacht. Es ist Vorbereitung, das gibt es mal und hatten wir vergangene Saison in Empfingen oder Nehren auch mal, dass da eine Halbzeit gar nicht gut war. Die Jungs müssen sich aber im Klaren sein, dass so viel Zeit nicht mehr ist.“, stellt Isik fest. Am 28. Februar steigt das erste Pflichtspiel des Jahres gegen den FC Nöttingen.

Bis dahin wird natürlich um Stammplätze gekämpft. Dabei haben die in der 1. Halbzeit eingesetzten Spieler mehr Pluspunkte sammeln können. Nach einer knappen halben Stunde stand es bereits 4:0, das TSG-Spiel war sehr strukturiert und seriös. „Das war wie wir uns das vorstellen. Es ging auch bewusst darum, eher den Ball laufen zu lassen und weniger Zweikämpfe zu führen. Die letzten zehn Minuten waren dann auch fehlerbehaftet“, so Isik.

Variante mit Doppelspitze getestet

Während Torhüter Dennis Klose (berufsbedingt) und Jonas Fritschi (leicht angeschlagen) fehlten, traf Simon Klostermann doppelt. Er stürmte an der Seite von Jan Ferdinand – eine Variante die unter Martin Braun öfters zu sehen war. Isik erklärt: „Wir spielen ja meist mit einer Spitze, wollten das heute aber mal antesten. Das kann eine zusätzliche Option sein, auch mal für die letzten 30 Minuten. Phasenweise sah das schon gut aus, phasenweise gab es Verbesserungspotenzial.“

Die nächste Chance für sich zu werben, haben die TSG-Akteure am Samstag gegen den FC 08 Villingen. Anpfiff auf dem Kunstrasen in Dotternhausen ist dann um 14 Uhr.