Nach der Meisterschaft ließen die Spieler ihren Trainer hochleben. Foto: Eibner/Erwin Wasserbauer

Die SG Ahldorf-Mühlen-Dettensee ist zurück in der Fußball-Bezirksliga. Der Mannschaft ist damit der sofortige Wiederaufstieg gelungen. Das sind die Gründe.

Zu Beginn ein kurzer Rückblick: Der frisch gebackene Kreisliga-A-Meister konnte im Vorjahr trotz einer herausragenden Rückrunde den Abstieg unter ihrem Interimstrainer Jürgen Thomas nicht verhindern. Thomas übernahm den damaligen Bezirksligisten Mitte November abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz – am Ende fehlte nur ein weiterer Sieg, um in der Liga zu bleiben.

 

Auf Thomas folgte Sven Hayer. Der A-Lizenz-Inhaber hatte sich ganz bewusst für einen Verein in seiner Heimatregion entschieden. „Bei meinen vorherigen Stationen spielte die Kameradschaft eine untergeordnete Rolle. Das habe ich schon etwas vermisst, das du als Trainer mit der Mannschaft oder auch mit dem Gegner nach dem Spiel noch zusammensitzt und dich austauschst. Das gehört für mich einfach dazu.“

Hayers Anteil am Erfolg des Teams ist auch nach Meinung von Timo Korherr (Abteilungsleiter SG Ahldorf-Mühlen) nicht zu unterschätzen. „ Wichtig war uns auch, dass Sven die Spieler vom SSV Dettensee gut in die Mannschaft integriert hat. Neben seinen fachlichen Qualitäten legt Sven großen Wert auf die Kameradschaft unter den Spielern. Auch sein Vorgänger hat mit seiner Arbeit zum Aufstieg bereits beigetragen. Das möchte ich betonen.“

Bereits nach der Winterpause spielten eine Hand voll Spieler des SSV in der neu gebildeten Spielgemeinschaft. Von Spielern wie Michael Lugibihl, Raphael Kurtz, Sven Wetzler und Thomas Raible profitierte die Hayer-Truppe auch in ihrer Aufstiegssaison.

Durchmarsch ohne Pleite

Diese dominierte der A-Ligist vom ersten Spieltag an und legte einen Durchmarsch hin, bis dato ohne Niederlage. Richtige Aufgaben stellte sich der Mannschaft im Ligaalltag nur selten. Viermal musste sich die SG mit einem Unentschieden begnügen und richtig gefordert war sie wohl nur am letzten Spieltag vor der Winterpause bei ihrem Gastauftritt bei der dortigen Empfinger Zweiten.

Auch der nächste Verfolger, die TSG Wittershausen musste die Überlegenheit des späteren Meisters nicht nur in den direkten Duellen anerkennen. Denn die SG Ahldorf-Mühlen-Dettensee ist eine sehr erfahrene Mannschaft, die weiß, wie man Spiele gewinnt und die einige überragende Einzelspieler in ihren Reihen weiß.

SSV-Spieler gut integriert

„Für mich war es wichtig, dass die Mannschaft wieder den Spaß am Fußball zurückgewinnt und wir mit einem guten Fitnesszustand in die Saison starten. Beides haben wir gut hinbekommen. Die ehemaligen Spieler des SSV Dettensee sind gut bei uns integriert und wir sind ein eingeschworener Haufen. Dazu haben verschiedene Aktionen abseits des Platzes beigetragen“, erklärt der Trainer sein Erfolgsrezept.

Für die neue Saison laufen bereits die Planungen. Mit Marcel Schmollinger, Alexander Merkt und Pascal Wetzler werden gleich drei verdiente Spieler ihre Fußballschuhe an den Nagel hängen oder wollen etwas kürzer treten. Der Verein hat die Fühler nach neuen Spielern bereits ausgestreckt. Außerdem sucht die SG auch noch einen Co-Spielertrainer, der Hayer unterstützt.

Blick auf die neue Saison

Der Coach traut seiner Elf zu, auch in der kommenden Bezirksliga-Saison eine gute Rolle spielen zu können und freut sich auch auf die Duelle der Teams aus dem Kreis Calw. „Wir werden dann in jedem Spiel an unsere Leistungsgrenze gehen müssen. Das war in dieser Saison nicht immer notwendig. Darauf freuen wir uns.“

Das sagt SG-Trainer Sven Hayer über seine Spieler:

Florian Werth (Torhüter): Rückhalt für das Team – so wie man es sich von einem Torwart wünscht. Stiller Beobachter.

Matthias Hellstern (Abwehr): Die Zuverlässigkeit in Person, sehr zweikampfstark.

Tobias Schmollinger (Angriff): Leader und Lautsprecher des Teams. Für Gegner nervig.

Raphael Kurtz (Angriff): Sehr mannschaftsdienlich und dribbelstark, sein Wort hat Gewicht.

Michael Lugibihl (Mittelfeld): Stiller Leader, Kapitän und sehr spielintelligent. Was er sagt, hat im Team Gewicht.

Pascal Trick (Mittelfeld): Das Hirn der Mannschaft, am Ball ruhig und mittlerweile sehr torgefährlich.

Marcel Schmollinger (Rechte Seite): Charmanter Dauerläufer, der im Alter immer torgefährlicher wird.

Matthias Thomas (Abwehr): Starker Zweikämpfer mit großer Spielintelligenz. Wichtig für die Stabilität im Team.

Raphael Hopf (Angriff ): Tormaschine mit starkem Kopfballspiel und gutem Riecher. Aperol-Liebhaber.

Sven Wetzler (Linke Seite): Beidfüßiger, kampfstarker Spieler, wie ihn jeder Trainer gerne in seinem Team hat.

Alexander Merkt (Abwehr): Gute Antizipation von Situationen mit einem Tigerschuss.

Dominic Pichler (Mittelfeld): Der schnellste Polizist in Baden-Württemberg, der noch torgefährlicher werden muss. Leider lange verletzt.

Nick Schober (Angriff): Zwischen Genie und Wahnsinn liegen manchmal nur Sekunden. Leider auch lange verletzt.

Marvin Schäfer (Abwehr): Nach langer Verletzung zum Stammspieler geworden, gute Technik mit Nachholbedarf in Sachen Schnelligkeit.

Thomas Raible (Mittelfeld): Sehr feiner und intelligenter Spieler mit gutem Auge.