Jamie MacQueen (links) und Andreas Thuresson (rechts) beglückwünschen Johannes Huß, der gegen Nürnberg sein erstes DEL-Tor erzielte. Foto: Sigwart

Partie gegen Tabellenvorletzten steht an. Teilnahme von Assistenzkapitän Weiß noch offen.

"Es war keine schöne Partie. Gute Teams finden aber einen Weg, um ein Spiel nach einer Führung erfolgreich zu beenden." Stürmer Darin Olver brachte das 4:2 der Wild Wings gegen ein insgesamt harmloses DEL-Südgruppenschlusslicht aus Nürnberg auf den Punkt. Schwenningen war am Samstagabend gegen bemühte Ice Tigers einfach cleverer, stand dazu besser in der Defensive. Bereits am Montagabend (20.30 Uhr) wollen die Neckarstädter in Straubing nachlegen.

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Der Spielverlauf

Travis Turnbull (17.) brachte die Wild Wings in Führung. Nach dem Ausgleich durch Eric Cornel (35.) stellten Alexander Weiß (38.) und Johannes Huß (40.) mit einem Doppelschlag die Weichen auf den sechsten Saisonsieg. Nach dem Anschlusstreffer durch Oliver Mebus (56.) machte Daniel Pfaffengut (60.) mit einem Empty-Net-Goal alles klar.

Der Knackpunkt

"Ich bin stolz auf die Mannschaft. Das waren drei wichtige Punkte", freute sich Coach Niklas Sundblad, dass die Schwenninger mit Nürnberg einen Direktkontrahenten im Kampf um die Play-offs erst einmal distanziert haben. Dabei sei die Schlussphase des zweiten Abschnitts entscheidend gewesen. "Es war wichtig, dass wir mit einer 3:1-Führung ins letzte Drittel gegangen sind." Coach Frank Fisch­öder hatte zwar einen cou­ragierten Auftritt seiner Ice Tigers gesehen. "Aber nach dem 1:1-Ausgleich haben wir eben zwei unfassbare Fehler gemacht."

Zwei Premieren

Nicht nur für Alexander Weiß (ein Tor in seinem 800. DEL-Spiel), Johannes Huß (der erste Treffer in der DEL) oder Daniel Pfaffengut (erstes Tor in dieser Runde) war es ein besonderes Spiel, sondern auch für Marius Möchel. "Beide Mannschaften hatten gute Phasen. Zum Glück haben wir die drei Punkte in Schwenningen behalten", sagte der gebürtige Nürnberger nach dem 4:2-Sieg.

Nun bei den Tigers

Für die Wild Wings ging es am Samstagabend noch in den Kraftraum, am Sonntag standen Gymnastik und leichtes Eistraining auf dem Plan. "Am Montag wartet noch eine kurze Einheit. Und dann fahren wir nach Straubing", weiß Niklas Sundblad, dass sich die Wild Wings mit einem Dreier auch von den Tigers absetzen können. Doch aufgepasst: Straubing brachte zuletzt Südgruppen-Spitzenreiter Mannheim die zweite Saisonniederlage bei. Tigers-Goalie Sebastian Vogl sieht sein Team auf einem guten Weg: "Wir haben einfach und hart gespielt und nichts anbrennen lassen."

Die Leiste

Ob Alexander Weiß dann sein 801. DEL-Spiel bestreiten kann, ist noch offen. Der Assistenzkapitän klagte in der Schlussphase der Partie gegen Nürnberg über Leistenprobleme. "Wir wollten da kein Risiko eingehen, deshalb war Alex vorzeitig in der Kabine", hofft Niklas Sundblad, dass Weiß beim Tabellenvorletzten auflaufen kann. Eine finale Entscheidung werde aber erst am Montag fallen.

Wild Wings – Ice Tigers 4:2 (1:0. 2:1, 1:1). Tore: 1:0 Turnbull (16:44), 1:1 Cornel (34:03/4:4), 2:1 Weiß (37:45), 3:1 Huß (39:39), 3:2 Mebus (55:42), 4:2 Pfaffengut (59:41/5:6). Strafen: Wild Wings 10 – Ice Tigers 8. Schiedsrichter: Aleksander Polaczek (Augsburg), Andre Schrader (Bochum). Zuschauer: 0.

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