Am Donnerstag zogen mehrere Militärhubschrauber Kreise über dem Nagolder Stadtgebiet. Warum? Auf Social Media stellen sich viele eine ganz andere Frage.
Mehrere Militärhubschrauber zogen am Donnerstagvormittag in Nagold die Blicke gen Himmel. Zumindest so die Vermutung.
Ein ganzer Konvoi, bestehend aus verschiedenen Hubschraubern, flog mehrere Kreise über dem Stadtgebiet. Unsere Redaktion hat nachgehakt, warum.
Doch der Grund für die mysteriösen Rundflüge, bei denen es sich um Routine- und Ausbildungsflüge handelte, schien auf Instagram, TikTok und Co. dann doch nicht so sehr zu interessieren wie die Frage nach dem "fliegenden Fisch" im dazu gehörenden Video.
„Wohin fliegt der Fisch, ist die Frage“, kommentiert eine Userin auf TikTok. Ein anderer Nutzer weist in den Kommentaren auf den Fisch „bei 8 Sekunden“ im Video hin. „Aber warum?“, fragt ein anderer nach.
„Sie fliegen in den Süden“
Ein weiterer schreibt: „Die treffen sich da immer und fliegen dann in den Süden“. Ob er die Militärhubschrauber oder den fliegenden Fisch meint, überlässt er dabei den anderen.
Natürlich – sonst wäre die Diskussion wohl noch deutlich größer – handelt es sich bei dem leicht unscharfen Objekt, das durch das Bild schießt, nicht um einen fliegenden Fisch.
Außerhalb des für Social Media hochformatig gewählten Videos lässt sich die offensichtliche Antwort auch schnell bildlich belegen: Ein Vogel ist durch das Bild gehuscht - und bietet den Militärhubschraubern dadurch Konkurrenz.
Kommentare drehen sich um ehemalige Stützpunkte
Wer sich weiter in die Kommentarspalte traut, findet auf den verschiedenen Plattformen aber auch viele Kommentare zu den Hubschraubern und der Übung.
„Die haben mir Bier gebracht, war stark unterhopft“, scherzt ein Facebook-User. Auf Instagram meint ein anderer, mit lachenden Emojis dahinter: „Schon erstaunlich. Ich habe ehrlich nicht geglaubt, dass die Bundeswehr überhaupt noch funktionierendes Equipment hat. Das verlangt ja regelrecht nach Beifall.“
Während sich einige also weiterhin einen Spaß erlauben, diskutieren die meisten immer noch über den Sinn der Übungsmeldung.
Kreis Calw mit ehemaliger Fallschirmjägerkaserne und dem KSK
Einige bestätigen, sie wohnen noch nicht lange im Kreis Calw – sind derartige Flüge also nicht gewohnt und zeigen sich interessiert am Grund.
Andere dagegen sehen daran nichts Besonderes: „Eine Mil. Übung wen wundert’s? Nur was geübt wird, kann im Ernstfall funktionieren“, kommentiert ein Facebook-Nutzer.
Auf Instagram kommentiert ein anderer: “Was ist jetzt daran so spektakulär? Bis vor 15 Jahren war das normal und in den aktuellen Zeiten doch verständlich.“ Auch auf Facebook betonen dies viele: „Als wir noch auf dem Eisberg ’tätig’ waren, war das Normal – FschJg der 252“, kommentiert demnach ein ehemaliger Fallschirmjäger.
Vor allem im Kreis Calw, mit der ehemaligen Fallschirmjägerkaserne auf dem Eisberg oder in Calw, wo das Kommando Spezialkräfte (KSK) stationiert ist, sind Militärhubschrauber oft zu sehen. Ein ganzer Konvoi, wie am Donnerstag, gehört jedoch auch dort eher zu einer Seltenheit.