Die Männer, die am Montagabend in Freudenstadt kurz hintereinander zwei Frauen ausgeraubt haben, sind weiterhin auf der Flucht. Doch mittlerweile sind bei der Polizei neue Hinweise eingegangen.
Mit ungewöhnlicher Brutalität und Dreistigkeit haben mehrere Männer am Montagabend zwei Fußgängerinnen ausgeraubt: Gegen beide Opfer setzten die Täter Pfefferspray ein, eine der Frauen wurde bei dem Überfall auch geschlagen.
Laut Polizei waren an beiden Taten jeweils zwei Männer beteiligt. Zwischen beiden Vorfällen lagen nur wenige Minuten und auch räumlich waren beide Tatorte östlich der Innenstadt nicht weit voneinander entfernt.
Daher ist es noch unklar, ob die Taten von den selben beiden Männern begangen wurden, oder es insgesamt vier Täter gibt, die zur gleichen Bande gehören und fast zeitgleich zuschlugen. Angesichts des fast identischen Vorgehens der Täter liegt ein Zusammenhang nahe.
Polizeihubschrauber im Einsatz
Die Täter sind nach wie vor auf der Flucht. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen der Polizei – bei denen auch ein Hubschrauber eingesetzt wurde – blieben zunächst ohne Erfolg.
Die Polizei hat daher am Tag nach der Tat einen Zeugenaufruf gestartet und die Bevölkerung um Mithilfe gebeten. Und tatsächlich haben sich nun mehrere Zeugen bei der Polizei gemeldet. „Vereinzelt sind schon erste Zeugenaussagen eingegangen, die wir noch prüfen“, berichtet ein Polizeisprecher auf Anfrage unserer Redaktion.
Da die neuen Hinweise noch ausgewertet werden, kann der Sprecher aber nicht sagen, wie vielversprechend mit Blick auf eine mögliche Ergreifung der Täter diese Aussagen sind.
Auch wartet die Polizei noch immer darauf, dass ein bestimmter Zeuge sich an die Ermittler wendet. Denn ein Autofahrer hatte einen der Überfälle beobachtet und gehupt, bisher aber noch keinen Kontakt zur Polizei aufgenommen. Daran hat auch der Zeugenaufruf nichts geändert. „Der Autofahrer hart sich noch nicht gemeldet“, so der Sprecher.
Zeugen können sich weiterhin bei der Polizei unter Telefon 07231/186 44 44 melden. Die gesuchten Täter werden in beiden Fällen mit südländischem Aussehen beschrieben und sollen jüngeren Alters gewesen sei, heißt es in einer Mitteilung der Polizei.
Bankfiliale offenbar nicht ausgespäht
Da beide Fußgängerinnen in der Nähe einer Bankfiliale überfallen wurden, warf das zunächst eine beunruhigende Frage auf: Wurden möglicherweise beide Opfer beim Geldabheben beobachtet, um ihnen dann später aufzulauern? Hier kann die Polizei aber beruhigen: Laut dem Sprecher gibt es auch keine Hinweise, dass die Frauen vor dem Überfall überhaupt in der Bank waren.
Dennoch hatten es die Täter offenbar auf das Geld der Fußgängerinnen abgesehen. Denn die geraubten Taschen warfen sie kurz nach der Tat weg, nachdem sie die Geldbeutel entnommen hatten. Daher sucht die Polizei auch nach Hinweisgebern, die möglicherweise Taschen oder Geldbeutel gefunden haben.