Dennis Aogo spielte früher unter anderem für den VfB Stuttgart. Foto: Pressefoto Baumann/Alexander Keppler

Jens Lehmann hat mit einer rassistischen Nachricht an den ehemaligen Fußball-Profi Dennis Aogo für große Empörung gesorgt. Dennis Aogo kündigt nun ein Treffen mit dem Ex-Nationaltorhüter an.

Berlin - Der frühere Fußball-Profi und heutige Sky-Experte Dennis Aogo hat die Formulierung von Jens Lehmann als „respektlos“ bezeichnet, die Entschuldigung des ehemaligen Nationaltorwarts aber akzeptiert. Er habe am Mittwoch zwei Mal mit Lehmann telefoniert, sagte Aogo am Abend in einer Mitteilung in den sozialen Netzwerken.

„Ich nehme seine Entschuldigung an. Ich fand nicht gut, was er geschrieben hat. Ich fand auch die Formulierung nicht gut, ich finde das auch ein Stück weit respektlos, weil man so etwas nicht schreibt, egal, an wen die Nachricht adressiert war“, sagte der 34-Jährige.

Das stand in Lehmanns Nachricht

Lehmann hatte in einer Nachricht per WhatsApp an den ehemaligen Nationalspieler Aogo geschrieben: „Ist Dennis eigentlich euer quotenschwarzer?“ Versehen war der Satz mit einem Lach-Smiley vor dem Fragezeichen. Aogo, der für den Sender Sky am Dienstagabend als Experte beim Halbfinal-Rückspiel der Champions League von Manchester City gegen Paris Saint-Germain im Einsatz gewesen war, hatte einen Screenshot der Nachricht bei Instagram Story veröffentlicht. Dazu veröffentlichte er den Kommentar: „WOW dein Ernst? @jenslehmannofficial Die Nachricht war wohl nicht an mich gedacht!!!“

Aogo: „Jeder Mensch macht Fehler“

Der 51 Jahre alte Lehmann hatte anschließend seinen Posten als Aufsichtsrat beim Berliner Bundesligisten Hertha BSC verloren. Zudem gaben Sky und Sport1 bekannt, dass Lehmann bei diesen beiden Sendern - wie früher öfter - nicht mehr eingeladen werde. Am Abend reagierte auch die Laureus World Sports Academy und suspendierte den Ex-Keeper „auf unbestimmte Zeit von seiner Rolle als Laureus-Botschafter“.

Jeder Mensch mache Fehler, sagte Aogo und forderte: „Jeder Mensch hat eine zweite Chance verdient. Und ich finde es auch nicht richtig, dass sich alle jetzt auf ihn stürzen.“ Er habe ihm abgenommen, dass „es ihm leid tut“. Das Thema sei für ihn erledigt, sagte Aogo und kündigte an, dass er sich „zeitnah mal mit ihm treffen“ werde.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: