Der Motorik-Fun-Park soll Spaß für alle Generationen bieten. Foto: © Motorik-Fun

Mit dem „Motorik-Fun-Park“ plant Haiterbach eine Attraktion, die Spiel- und Sportspaß für Kinder wie Erwachsene bietet. Das könnte auch viele Menschen aus dem Umland anziehen.

Das Spielplatzangebot in Haiterbach hat in den vergangenen Jahren an Attraktivität verloren. Was auch daran liegt, dass einige Spielgeräte aus Sicherheitsgründen abgebaut werden mussten. Manche Plätze seien nur noch Alibi-Spielplätze, sagt Elvira Helber. Als Stadträtin aus der Kernstadt ist sie Mitglied des Arbeitskreises Kernstadt.

 

Der Arbeitskreis ohne Beschlusskraft widmet sich Kernstadt-Themen. In diesem Rahmen wurde das Projekt „Motorik-Fun-Park“ entwickelt, das nun erstmals offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Es ist ein vielseitiges Bewegungsangebot mit 30 Stationen und rund 70 Geräten, das auf dem Bus entstehen soll. Der Zusatz „von sechs bis 70 Jahren“ signalisiert: Die Zielgruppe ist weit gefasst, es bietet sich als generationenübergreifendes Angebot auch für Familien an. Ebenso kann es von der Schule oder Vereinen genutzt werden.

Idee in Österreich gesehen

Die Idee eines Motorik-Fun-Parks hatte Stadtrat Jochen Härdter in Österreich kennengelernt. Das Konzept wurde zusammen mit Thomas Birnleitner von Motorik-Fun in Linz in Österreich erstellt. Er habe vieler solcher Geräte für Übungsstationen entwickelt – und schon einige vergleichbare Parks.

Aus der Auswahl an Geräten wird eine Mischung zusammengestellt, die unterschiedliche Körperregionen anspricht und Schwierigkeitslevel bietet.

Dann habe sich die Frage gestellt, wo man geeignete Flächen für so eine Projekt habe, erklärt Stadtrat Daniel Schübel. Dabei galt es unter anderem den Lärmschutz zu beachten. Zudem sei Haiterbach von Naturraum umgeben und somit das Thema Naturschutz immer relevant, ergänzt Helber.

Fläche hinter Sportanlagen ausgewählt

Ausgewählt wurde schließlich eine 4500 Quadratmeter umfassende Fläche, die vom Stadtkern aus betrachtet hinter den bestehenden Sportanlagen – dem Stadion sowie der Tennisanlage – liegt. Sie sei gut erreichbar, liege schon an verfügbaren Parkplätzen und biete eine nahe gelegene Gaststätte.

Der Fun-Park soll den dortigen Naturraum mit Streuobstbäumen nicht verdrängen, sondern sich darin einordnen. Die Stationen aus natürlichen Materialien, davon viel Holz, sollen als Inseln darin liegen und von mit ebenfalls Naturmaterialien geschaffenen Wegen verbunden werden. Das Konzept beschreibt dies als „Wiederbelebung einer sehr vernachlässigten Streuobstwiese als Ruhezone“. Das Gelände ist in städtischem Eigentum.

Die Kosten für den Haiterbacher Motorik-Fun-Park sind mit rund 400 000 Euro veranschlagt. Etwas, was die Stadt momentan nicht alleine stemmen könne, wie die Kernstadträte klarstellen. Da kommt Leader Heckengäu ins Spiel. Das EU-Förderprogramm hilft bei der Finanzierung regionaler Entwicklungen. Auch der Bereich Freizeit sei hier einer von drei geförderten Bereichen, erklärt Barbara Smith, Geschäftsführerin von Leader Heckengäu.

Förderung durch Leader Heckengäu

Haiterbach könne mit einer Unterstützung von rund 200 000 Euro rechnen. Das Projekt wurde bereits ausgewählt und beim Besuch vom Smith am Ort des künftigen Motorik-Fun-Parks ein Informationsschild aufgestellt.

Allerdings muss das Vorhaben nun noch eine letzte Prüfung durch das Regierungspräsidium durchlaufen. Dies gilt als formaler Schritt, der laut Smith kein anderes Ergebnis mehr bringen sollte.

Der Förderungszeitraum läuft zwar bis Ende 2027. Doch will man schneller sein. Elvira Helber rechnet mit einer Ausschreibung der Arbeiten Anfang März sowie einer Vergabe im April. Im Sommer möchte man mit den Arbeiten beginnen.