Schwenningens Chris Frazier (links) stand am Ende der Verlängerung in Jena auch im Mittelpunkt. Der Flügelspieler hatte sein Team noch auf 93:95 herangebracht, doch es sollte nicht mehr für die Panthers zum Sieg reichen. Foto: Michael Kienzler Foto: Schwarzwälder Bote

Basketball: Gute Chance nicht genutzt. Frust zunächst groß. Jena-Coach erleichtert.

Jede Menge investiert, doch am Ende standen die wiha Panthers Schwenningen im ProA-Duell bei den Science City Jena (93:95 nach Verlängerung) doch mit leeren Händen da. Der Frust war im Schwenninger Lager zunächst groß.

Gute Chance nicht genutzt

"Wir haben gegen Ende hin einige falsche Entscheidungen getroffen und natürlich können wir mit einer Zweier-Quote von 38 Prozent auch nicht eine Mannschaft wie Jena in die Knie zwingen. Es ist frustrierend, weil wir sehr viel investiert haben. Unsere Chance war gut, wichtige Punkte hier mitzunehmen", so ein enttäuschter Panthers-Coach Alen Velcic. Sein Co-Trainer Aleksandar Nadjfeiji bescheinigte dem Team zwar eine gute Leistung, "doch am Ende haben wir auch bittere Erfahrungen machen müssen. Auf jeden Fall bringt dieses Spiel einiges an Lerneffekten für die kommenden Wochen mit sich." Auf jeden Fall bewiesen die Schwenninger bei dieser schweren Aufgabe, dass sie von der spielerischen Entwicklung her auf einem guten Weg sind.

Jena-Coach erleichtert

Verletzungsbedingte Ausfälle hin oder her – Jena überzeugte in einigen Phasen als Spitzenmannschaft, die schnellstens in die Bundesliga zurück will, nicht. Coach Frank Menz war am Ende einfach nur über den Heimsieg froh. "Personell haben wir unter schwierigen Bedingungen gespielt. Aber weil sich meine Mannschaft dennoch gegen einen guten Gegner durchgebissen hat, nehmen wir neues Selbstvertrauen für die kommenden Wochen nun mit."

Etwas zu früh da

Die Panthers verzichteten – coronabedingt – auf eine Übernachtung vor dem Spiel in Jena und fuhren am Samstag früh los, um auf eventuelle Stauprobleme zeitlich vorbereitet zu sein.

Doch der Teambus absolvierte die knapp 500 Kilometer nach Thüringen sehr zügig. Die Mannschaft traf bereits dreieinhalb Stunden vor dem Spiel ein, musste dann bei einem Spaziergang oder beim Warten im Bus die Spannung hochhalten. Restaurants oder Cafés sind in Zeiten wie diesen ja nicht geöffnet. Co-Trainer Aleksandar Nadjfeiji nahm es mit Humor: "Besser sind wir zu früh da, als mit Verspätung hier anzukommen." Geschadet hat die zu frühe Ankunft der Leistung der Panthers ingesamt jedenfalls nicht.

Wichtige Wochen

Coach Alen Velcic und sein Team stehen vor richtungsweisenden Wochen in Sachen Play-off-Qualifikation. Die Neckarstädter befinden sich mit 15 Spielen bereits in der zweiten Halbserie, haben bisher 14 Punkte (sieben Siege) auf ihrem Konto und stehen auf dem neunten Tabellenrang.

Bis zu Rang vier (Kirchheim) sind es nun vier Zähler Differenz. Die Panthers fahren am Samstag zu ihrem punktgleichen Tabellennachbarn Trier und empfangen am Mittwoch, 3. Februar, dann die Nürnberg Falcons.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: