Vor zwei Wochen hatte das Hochwasser den Neckar in einen reißenden Strom verwandelt. Foto: Jeanette Schwebsch

Beinahe zwei Wochen nach dem Hochwasser gibt es auf dem Neckar weiterhin Einschränkungen für die Schifffahrt. Zwischen Plochingen und Heilbronn können Frachtschiffe nur bis zu 2,50 Meter Tiefgang fahren.

Stuttgart - Beinahe zwei Wochen nach dem Hochwasser gibt es auf dem Neckar weiterhin Einschränkungen für die Schifffahrt. Im Bereich zwischen Plochingen und Heilbronn können Frachtschiffe nur bis zu 2,50 Meter Tiefgang fahren, wie Barbara Grüter vom Wasser- und Schifffahrtsamt Stuttgart am Donnerstag auf Anfrage berichtete. Insgesamt habe das Hochwasser Schäden von rund einer Million Euro im Zuständigkeitsbereich der Behörde verursacht. Der größte Schaden sei bei Pleidelsheim (Kreis Ludwigsburg) entstanden. Dort wurde in einem Kanal eine Spundwand beschädigt.

Bis Mitte nächster Woche soll die Fahrrinne der Wasserstraße laut Mitteilung wieder die normale Tiefe von 2,80 Meter haben. Zurzeit werde sie ausgebaggert und von angeschwemmten Schlamm und Sand befreit. Beim Stuttgarter Hafen machte sich das Hochwasser durch weniger Güterumschlag bemerkbar, wie Geschäftsführer Carsten Strähle erklärte. Die Reederei Schwaben in Heilbronn konnte während der Sperrung des Schiffsverkehrs etwa 25 000 Tonnen Salz vom örtlichen Salzbergwerk nicht auf dem Wasser transportieren, sagte Geschäftsführer Kai Nandelstaedt. Das bedeutete über 300 zusätzliche Lastwagenfahrten. Nun habe sich die Lage wieder normalisiert.

Albtrauf: Bewohner kehren in Häuser zurück

Am Albtrauf, wo die heftigen Regenfälle der vergangenen Wochen zu zahlreichen Hangrutschen geführt hatten, stabilisiert sich die Lage teilweise. In Lichtenstein (Kreis Reutlingen) durften am Donnerstag auch die letzten neun Bewohner zurück in ihre Häuser. Zeitweise hatten sich dort rund 25 Menschen vor den herannahenden Schlammmassen in Sicherheit bringen müssen.

In Mössingen (Kreis Tübingen) haben dafür viele Menschen durch die Wucht eines Hangrutsches fast alles verloren. Medienberichten zufolge sind mehrere Häuser in einer Siedlung direkt am Hang bereits unbewohnbar, weitere Gebäude sind stark beschädigt. Wie viele der rund 30 betroffenen Bewohner je in ihre Häuser zurückkönnten, sei unklar.

Die Schäden an den Autobahnen und Bundesstraßen belaufen sich auf rund eine Million Euro, wie eine Sprecherin des Verkehrsministeriums berichtete. Die Landesstraßen waren stärker betroffen: Hier wurden die Schäden mit fünf Millionen Euro beziffert.