Immer wieder legen Unbekannte in Calw und Umgebung offenbar tödliche Fallen für Tiere aus. Ein Blick auf Fälle aus den vergangenen Jahren.
Erst wenige Tage sind vergangen, seit das Polizeipräsidium Pforzheim von einem schockierenden Vorfall berichtet. Eine Hundehalterin hatte an einem Feldweg bei Birkenfeld ein Wurststück mit einer darin verborgenen Rasierklinge entdeckt.
Ein Köder, der mutmaßlich auf Hunde abzielte. Und eine Art Köder, wie sie bereits im Juni vergangenen Jahres am gleichen Ort und in unmittelbarer Nähe mehrfach ausgelegt worden seien, berichtete die Polizei – die nun nach Zeugen sucht.
Auch Stadt Calw warnte schon vor Giftködern
Auch im Raum Calw warnen nicht zuletzt Behörden seit Jahren immer wieder von tödlichen Fallen für Tiere.
Ende 2017 hatte beispielsweise die Calwer Stadtverwaltung nach einer Reihe von Vorfällen sogar Warnschilder in Stammheim und Heumaden aufgestellt. Darauf zu finden: Der Hinweis, dass Hundehalter ihre Tiere zur Sicherheit besser an der Leine führen sollten.
Hauptsächlich in der Gegend um Stammheim und Heumaden hatte es damals zahlreiche Vorkommnisse gegeben; ein Hund und zwei Katzen starben, andere Tiere wiesen Vergiftungssymptome auf.
Anfang 2021 wurde mitten in der Calwer Kernstadt, in der Bahnhofstraße, ein Köder in Form eines Würstchens gefunden, das mit Glasteilchen und einer Stecknadel präpariert war. Die Polizei ordnete den Fall „eindeutig“ als gezielten Anschlag auf Hunde ein.
Köder mit Gift in Stammheim und mit Rasierklingen in Gechingen
Und im März 2023 gab die Gemeinde Gechingen eine Warnung für Hundehalter heraus. Sie schlug Alarm wegen ausgelegtem Rattengift auf der Gemarkung Gechingen. Ein Hund hatte damals den Angaben zufolge einen Köder mit Rattengift aufgenommen und den Vorfall nicht überlebt.
Eine traurige Liste, die sich fortsetzen ließe. Und die nun offenbar durch Vorfälle fortgesetzt wird, vor denen nicht zuletzt der Tierschutz Calw und Umgebung warnt: Köder mit Gift in Stammheim und mit Rasierklingen in Gechingen. Einmal mehr sind Hundehalter dazu aufgerufen, besonders achtsam zu sein. Wie so oft in den vergangenen Jahren.