Eine umfassende Sanierung der Realschul-Sporthalle war der Gemeinde bisher zu teuer. Foto: Lupfer

Die Wolfacher Sporthalle ist in schlechtem Zustand. Durch abstürzende Tore gab es gefährliche Situationen. Das Risiko wurde gebannt und es gibt weitere gute Nachrichten.

Der Zustand der Sporthalle bei der Realschule Wolfach ist ein großes Sorgenkind der Gemeinde. Denn: Der Sanierungsstau ist massiv. Die aus technischer Sicht angebrachte Runderneuerung würde Millionen kosten – und sprengt den finanziellen Rahmen der Gemeinde. Im Ergebnishaushalt 2026 steht schon ohne größere Investitionen in die Halle ein deutliches Minus von rund 1,7 Millionen Euro.

 

Ins Auge stach insbesondere der Boden der Halle. Hier gab es bereits Ausbesserungen, eine Runderneuerung des Feldes aber wurde von einem Fachmann auf eine Viertelmillion Euro geschätzt. Zu teuer, so das Fazit bei den Haushaltsberatungen.

Zuletzt sorgte jedoch nicht die Spielfläche – genutzt etwa von den Handballern – für Aufsehen. Die Geräteraumtore waren in keinem guten Zustand. Dies ging soweit, dass im Januar eines der Tore hinunter krachte. Zwar wurde niemand verletzt, die Gefahr sollte jedoch gebannt werden. Die Geräteräume wurden gesperrt, Ausbesserungen vorgenommen. Doch nur Tage später krachte das Tor erneut hinunter.

Materialfehler wurde ausgeschlossen

Die Frage nach dem Warum habe auch ihn sehr beschäftigt, erinnert sich Bürgermeister Thomas Geppert im Gespräch mit unserer Redaktion. Wie kann es sein, dass kurz nach einer Instandsetzung und sorgfältigen Prüfung an gleicher Stelle wieder ein Tor herabstürzt? Die Frage wurde geklärt, berichtet Geppert. „Ein gänzlich anderer Fall.“

„Ich habe mir das Hallentor von Experten vorführen lassen“, erzählt der Rathauschef von dem Vor-Ort-Termin. Klar sei, dass der erneute Vorfall nicht auf das Material zurückzuführen ist, so Geppert. Vielmehr seien Fehler bei der Handhabung gemacht worden. Hinter dem Tor sei Material gelagert worden, das dort nicht hätte stehen dürfen. Beim Öffnen des Hallentores (ähnlich einem Garagentor) habe dieses Material gegen das Tor gedrückt, Druck auf den Mechanismus ausgeübt. So sei der aus seiner Fassung gekommen und das Tor abgestürzt.

Neue Optionen durch Millionen vom Bund

Die Gemeinde habe daher eine zusätzliche Sicherung durch eine Schlosserei verbauen lassen. Auch eine Beschilderung informiere dort nun über den sachgemäßen Umgang. Seit mehreren Wochen sei die Halle nun wieder uneingeschränkt freigegeben. Und der Sportbetrieb sei seit längerem angelaufen, auch der Schulsport (siehe Info).

Unabhängig von der Aufregung um die Tore schöpft die Gemeinde inzwischen neue Hoffnung in Sachen umfassende Sanierung. Hintergrund ist das sogenannte Sondervermögen für Infrastruktur der Bundesregierung. „Im Januar war das noch nicht spruchreif“, so der Bürgermeister. Inzwischen sei das aber konkreter, betont Geppert. Insgesamt 3,68 Millionen Euro stünden für Wolfacher Infrastrukturinvestitionen innerhalb der kommenden zwölf Jahre zur Verfügung. Gut möglich also, dass sich in Wolfach einige Wünsche der Sportgemeinschaft doch noch erfüllen könnten.

Schulsport

Auch wenn die Sporthalle schon länger wieder freigegeben war, verzichtete die Wolfacher Realschule noch bis vor kurzem auf die die Hallennutzung und verlagerte den Sportunterricht. So wurde teilweise im Freien trainiert. Mit dem Ende der Osterferien sind die Schüler aber wieder in die Sporthalle bei der Realschule zurückgekehrt, bestätigt Bürgermeister Thomas Geppert.