Ein Verein im Kreis Calw soll eine Spielberechtigung gefälscht haben. Nun wird das Sportgerichtsverfahren eröffnet. Foto: Volker Hartmann/dpa/Volker Hartmann

Der zurückgetretene Staffelleiter Siegfried Schall hatte in dieser Woche den Vorwurf erhoben, dass ein Verein im Kreis Calw eine Spielberechtigung manipuliert habe. Der Fußballbezirk Nordschwarzwald habe dies gewusst und den Verein gedeckt. Nun hat der Bezirk aber doch ein Sportgerichtsverfahren eingeleitet.

Und dann geht es plötzlich ganz schnell: Nachdem der zurückgetretene Staffelleiter Siegfried Schall den Vorwurf erhoben hat, ein Verein aus dem Kreis Calw habe eine Spielberechtigung gefälscht, hat der Fußballbezirk Nordschwarzwald nun doch ein Sportgerichtsverfahren eingeleitet. Darüber informierte der Bezirksvorsitzende Wolfgang Ottmar am Freitag die Vereine im Bezirk. „Der Bezirk Nordschwarzwald ist damit seiner Sorgfaltspflicht nachgekommen“, schreibt Ottmar in der besagten E-Mail.

 

Falsche Identität

Schall war in dieser Woche als Staffelleiter und als Mitglied im Bezirksjugendausschuss zurückgetreten, weil er keine Rückdeckung vom Bezirk erhalten habe. Der Warter hatte Wind davon bekommen, dass ein Verein in seiner Liga über eine gefälschte Spielberechtigung einem Spieler eine falsche Identität gegeben hatte. Schall gab dem eingeteilten Schiedsrichter den Tipp, sich das Foto auf der Spielberechtigung einmal genauer anzuschauen. Laut Schalls Aussage sei er dafür aus dem Bezirksvorstand kritisiert worden – weil der Bezirk seine Vereine nicht anschwärze. Schall trat daraufhin am Dienstag zurück und machte den Fall am Donnerstag öffentlich. Keine 24 Stunden später eröffnete der Bezirk dann doch ein Sportgerichtsverfahren gegen den Verein.

Gutes Miteinander

In der E-Mail an die Vereine im Bezirk schreibt Ottmar: „Wir werden unklare Sachverhalte auch in Zukunft mit unseren Vereinen klären und sind weiterhin um ein gutes Miteinander bemüht ist. Klar ist, dass wer sich nicht an Satzungen und Regelungen des WFV hält, entsprechend bestraft wird. Der Bezirk Nordschwarzwald wünscht Siegfried Schall auf diesem Weg nochmal alles Gute für die Zukunft.“