Ichenheim als möglicher Standort für ein Krematorium bestimmte die Ortschaftsratssitzung. Das Gremium sprach sich eindeutig gegen die Pläne aus.
Kommt die Einäscherungsanlage in den Neurieder Ortsteil? Bereits Mitte Mai hatten die Initiatoren ihre Pläne für ein privates Krematorium öffentlich gemacht.
Der favorisierte Standort: eine Fläche in unmittelbarer Nähe von Polizei und Feuerwehr. Am Mittwochabend stand das Thema auf der Tagesordnung des Ichenheimer Ortschaftsrates. Das Gremium sprach sich nach einer langen und emotionalen Debatte klar gegen das Krematorium aus. Sieben Räte lehnten das Vorhaben ab, Enthaltungen gab es drei.
Aufgrund des erwarteten großen Interesses wurde die Sitzung in das Feuerwehrhaus verlegt. Schon im Vorfeld hatte das Vorhaben Kritik bei zahlreichen Ichenheimern ausgelöst.
Entscheidung liegt nun beim Gemeinderat
Eine am 15. Juli gestartete Online-Petition fordert, die Pläne aufzugeben. Bisher hat sie (Stand 23. Juli) mehr als 800 Unterzeichner. Auch mit Schildern und Plakaten machten Bürger vor der Sitzung im Feuerwehrhaus ihre Ablehnung deutlich.
Die Entscheidung wird der Gemeinderat fällen. Die „Errichtung eines Krematoriums mit ,Haus des Abschieds’ in Neuried-Ichenheim“ steht auf der Tagesordnung für die Sitzung am 30. Juli. Über den Verlauf der Ichenheimer Ratssitzung werden wir ausführlich berichten.