Höherer Kamin, Pufferspeicher außen: Verwaltung und Gemeinderat kritisierten jüngst geänderte Pläne der Weiler Wärme beim Heizhaus. Jetzt äußert sich die Genossenschaft.
Dem Vorstand der Weiler Wärme in Pfalzgrafenweiler ist es wichtig, den Bericht aus der jüngsten Gemeinderatssitzung zum „Heizhaus Siedlung Heide“ um „technische und sachliche Informationen“ zu ergänzen.
Demnach verfügt das neue Heizhaus über eine Feuerungsleistung von 860 Kilowatt. Es sei darauf ausgelegt, insbesondere in den Wintermonaten die stetig steigende Zahl an Wärmeabnehmern zuverlässig zu versorgen. Damit trage die Genossenschaft der anhaltend hohen Nachfrage nach nachhaltiger Nahwärme im Kernort Pfalzgrafenweiler Rechnung.
Große Teile des Gebäudes lägen weitgehend unterirdisch, während die ebenerdige Decke zugleich als Dach diene. Auf dieser Dachfläche werde eine Photovoltaikanlage installiert. Diese decke teilweise den Eigenstrombedarf des Heizhauses, wodurch die Genossenschaft ihren Anspruch stärke, Energieversorgung effizient und möglichst ressourcenschonend zu gestalten.
Sechs Meter waren geplant
Laut Baugenehmigung für das Heizhaus vom Sommer dieses Jahres war wegen der unterirdischen Bauweise ein sechs Meter hoher Kamin vorgesehen, da im vorgeschriebenen Radius von 40 Metern keine Gebäude mit größerer Höhe berücksichtigt werden mussten.
In unmittelbarer Umgebung befänden sich jedoch Wohnhäuser, die nur wenig mehr als 40 Meter entfernt und etwa elf Meter hoch seien, erklärt die Weiler Wärme. Um maximale Sicherheit und einen jederzeit einwandfreien Abzug der Abgase zu gewährleisten, habe man sich auf Empfehlung des zuständigen Schornsteinfegers freiwillig dazu entschieden, den Kamin auf 13 Meter zu erhöhen. Mit dieser Erhöhung werde jederzeit für einen guten Abzug der Abgase gesorgt – und dies trotz deutlicher Mehrkosten. Damit werde sichergestellt, dass zu keiner Zeit negative Einflüsse für Bewohner oder an Gebäuden entstehen.
Beim Pufferspeicher seien eine Anpassung und eine alternative Bauweise notwendig geworden, so der Vorstand der Genossenschaft weiter. Der für das Heizhaus vorgesehene Wasserpufferspeicher sei in der ursprünglichen Genehmigung wegen eines Rechenfehlers zu klein dimensioniert gewesen.
Außenspeicher senkt Kosten
Um die erforderliche Speicherkapazität zu gewährleisten und gleichzeitig wirtschaftlich zu bauen, werde der Speicher nun nicht im Gebäude, sondern außerhalb errichtet. Beginnend auf Niveau des Kellerbodens – minus vier Meter – stehe dieser im Freien und rage zur Erreichung des benötigten Volumens und der optimalen Speichergröße etwa 8,25 Meter ins Freie nach oben.
Diese Lösung, so der Vorstand, trage wesentlich dazu bei, die Baukosten zu reduzieren und langfristig wirtschaftlich zu bleiben, mit dem Ziel stabiler, günstiger und bezahlbarer Wärmepreise für alle Mitglieder.