Eigentlich ist Kerstin Güner seit 2024 Rektorin der Grundschule in Besenfeld, doch ihr Amtsantritt verschob sich um zwei Jahre. In der Seewaldhalle wurde der Neuanfang gefeiert.
Die Grundschule in Besenfeld hat eine neue Rektorin: Kerstin Güner. Wobei: Ganz so neu ist die gebürtige Baiersbronnerin nicht an der Schule – bereits seit 2011 unterrichtete die 52-Jährige dort.
Bei einer Einweihungsfeier in der Seewaldhalle wurde der neue Lebensabschnitt – sowohl für Kerstin Güner als auch für die Grundschule – zelebriert.
Vor Ort waren auch Seewalds Bürgermeister Damrath, Schulrätin Tanja Wildermann, Vertreter von Kindergärten und umliegenden Schulen sowie die Elternbeiräte. Ein Teil der Schüler begrüßte Güner mit dem Lied „Feuer, Feuer“ und sagte im Anschluss: „Wir wünschen Ihnen ein Feuer, das immer für unsere Schule leuchtet.“
Wegen Krebserkrankung zwei Jahre Pause
Danach trat Tanja Wildermann ans Mikrofon. Die Schulrätin ließ den bisherigen Werdegang der neuen Schulleiterin Revue passieren: 1974 in Freudenstadt geboren, Deutsch und Sachunterricht in Heidelberg studiert, das Referendariat in Rottweil abgelegt, zunächst in Dornstetten unterrichtet. 2010 kam ihr Sohn zur Welt und schließlich verschaffte es sie ein Jahr später nach Besenfeld an die Grundschule, wo sie seither sowohl als Klassen- als auch als Fachlehrerin unterrichtete.
2021 wurde sie kommissarische Schulleiterin, 2023 legte Güner ihre Prüfung zur Schulleiterin ab und erhielt 2024 die Bescheinigung: Sie wird die neue Grundschulrektorin.
Dass sie die ersten zwei Jahre ihrer neuen Aufgabe nicht nachgehen konnte, habe nicht in ihrer Hand gelegen, erzählte sie: Kerstin Güner war an Krebs erkrankt.
Umso mehr habe sie sich über die Einweihungsfeier gefreut; darüber, dass sie nun endlich ihrer neuen Tätigkeit nachgehen kann. „Ich gehe mit neuer Energie und Motivation an die Arbeit“, sagte sie stolz.
Bürgermeister Dominic Damrath sagte ebenfalls Worte zur neuen Schulleiterin. Gerade als Schule im ländlichen Raum gebe es strukturelle Defizite – dafür brauche man eine Persönlichkeit, die mit einem nötigen Weitblick handle, sagte er. Kerstin Güner bringe zum Einen dies mit und zum Anderen Menschlichkeit und Herz.
Neues Amt ist eine neue Etappe ihrer „Wanderung“
Nach der Rede des Bürgermeisters trat die neue Schulleiterin hinter das Mikrofon – und die erste Strophe und der Refrain von „The Climb“ von Miley Cyrus ertönte aus Lautsprechern. Ihre Rede orientierte sich am Lied: „Das hier ist meine Bergwanderung und ich hoffe, Sie vertrauen mir als Guide“, sagte sie.
Wegen ihrer Erkrankung habe sie eine Wanderpause einlegen müssen, doch schließlich freue sie sich sehr, den Weg weiter fortsetzen zu können – mal entlang sonniger Routen, mal entlang unbekannter Landschaften und mal entlang von Sackgassen, so dass man einen neuen Weg einschreiten muss.
Ein Sketch von Drittklässlern, ein Gedicht von Viertklässlern rundeten den offiziellen Part der Feier ab.
Nicht zu übersehen war, wie Güner mit einem breiten Lächeln über das ganze Gesicht strahlte. „Ich bin sehr gerührt, sehr dankbar und sehr motiviert, als Rektorin mein Amt richtig antreten zu können.“