Auch bei Schwenningens Point-Guard Nate Britt (links, gegen Christopher Carter) lief in Rostock nichts zusammen. Foto: Eibner

Außer Spesen nichts gewesen. In der ProA lieferten die wiha Panthers Schwenningen beim 64:100 ihre bislang schlechteste Saisonleistung ab. Courtney Stockard und Co. scheint nach einem stressigen Programm momentan die mentale Frische zu fehlen.

Nie ins Spiel gefunden

Dabei hatte Chefcoach Alen Velcic bereits in der vergangenen Woche das Training dosiert. Aber offenbar können es die Schwenninger Spieler aktuell kaum noch erwarten, in die nächste Saisonphase (Play-offs) einzusteigen. Die Niederlage an der Ostsee war herb. "Ich hab noch nie mit 100 verloren. Mir fehlen die Worten nach dieser katastrophalen Leistung. Da gibt es in dieser Woche aber einiges aufzuarbeiten", so urteilte auch Velcic, nachdem er die Partie am Fernsehen verfolgt hatte. Aufgrund von Rückenbeschwerden hatte er passen müssen. Er und Aleksandar Nadjfeji – der Co-Trainer vertrat Alen Velcic in der Rostocker Stadthalle – hatten zwar ihrem Team einen exakten Gameplan wieder vorgelegt, doch davon wurde kaum etwas umgesetzt.

Bauermann mit viel Lob

Hingegen boten die Seawolves ihre bisher beste Saisonleistung. Ihr Coach Dirk Bauermann war begeistert von den konstanten 40 Minuten seines Teams: "Es war gut, offensiv wie defensiv. Man merkt, dass die tägliche Arbeit nun auch defensiv Früchte trägt und die Abläufe deutlich stabiler sind. Jeder kennt mittlerweile zu 100 Prozent seine Verantwortung und Aufgabe. Es war eine sehr erfreuliche Leistung." Die Norddeutschen waren bereits für die Play-offs qualifiziert.

Die Kurve kriegen

Die Panthers (28 Punkte) müssen nun schauen, dass sie in den noch zwei ausbleibenden Hauptrundenspielen in Ehingen und daheim gegen Hagen den noch einen für die Play-offs notwendigen Sieg holen, um ganz auf der sicheren Seite zu sein. Natürlich ist ihnen theoretisch gegenüber den noch vermeintlichen Konkurrenten Trier und Karlsruhe die Play-off-Teilnahme nicht mehr zu nehmen. Trier (noch fünf Partien) und die Lions (noch sieben!) müssten ihrerseits noch alle ihre Spiele gewinnen, um an den Schwenningern vorbeizuziehen. Dies scheint sehr unwahrscheinlich.

Für Alen Velcic wird es in den kommenden Tagen nun darum gehen, leistungsmäßig mit seinem Team wieder die Kurve zu kriegen und zu der stabilen Form zurückzufinden, das sie im Januar und Februar auszeichnete. Sorgen bereiten im Moment nicht nur die Top-Spieler Courtney Stockard und Nate Britt, die in den vergangenen Partien nicht mehr überzeugen konnten, sondern auch die Defense, die gegen Rostock ein großes Problemkind darstellte. Das Rebounding ist bei den Panthers weiterhin verbesserungswürdig und Aleksandar Nadjfeji monierte gegen die Seawolves ebenso, "dass wir in der Offense sehr viele hektische Aktionen hatten".

Hallo-Wach-Effekt?

Auf die Panthers warten wichtige Tage. Sie müssen sich wieder in Form für die erwartete Play-off-Teilnahme bringen. Vielleicht wirkt diese herbe Pleite in Rostock wie ein Hallo-Wach-Effekt.

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