Schlimme Szenen spielten sich im Sommer vergangenen Jahres in der Lessingstraße in Schwenningen ab. Gleich drei Häuser standen dort in Flammen. Seitdem hat sich in der Straße nicht viel getan. Doch jetzt kommt Leben in die Sache.
Über ein Jahr ist es jetzt her, als in der Lessingstraße in Schwenningen plötzlich drei Häuser in Flammen standen.
Die brennenden Dachstühle dreier aneinandergereihten Häuser lösten einen Großeinsatz für die Einsatzkräfte aus, der Stunden dauern sollte. Das gesamte Viertel wurde großflächig abgesperrt und auch heute noch sieht man die Auswirkungen des Brandes. Durch den verheerenden Brand verloren 43 Personen ihr zuhause. Nach dem Brand war die Frage groß, was mit den Häusern passieren sollte – Abriss oder Sanierung?
Noch im Februar diesen Jahres war an den Häusern wenig Fortschritt erkennbar. Immer noch mussten die Häuser vom Technischen Hilfswerk aufgrund ihres Zustandes gestützt werden, immer noch waren weder Sanierungs- noch Abrissarbeiten beobachtbar und immer noch war der Straßenverkehr rund um die Häuser in der Lessingstraße und Mutzenbühlstraße eingeschränkt. Wann sollte dort für die umliegenden Anwohner endlich Normalität einkehren? Die Aussagen seitens der Stadt ließen nichts Gutes erwarten, so hieß es im Februar noch, dass sich am herrschenden Zustand erstmal nichts ändern würde.
Damals mangelte es noch an Unterlagen
Für die drei Gebäude gab es seitens der jeweiligen Eigentümer unterschiedliche Planungen – gegenüber dem Baurechtsamt sei jeweils ein Abriss oder eine Sanierung genannt worden, wie die Pressesprecherin der Stadt, Madlen Falke, damals aussagte. Allerdings habe es damals an jeglichen Unterlagen gemangelt, um etwaige Maßnahmen auf den Weg zu bringen.
Doch jetzt kommt Leben in die Straße. Wie Pressesprecher Christian Thiel auf Nachfrage unserer Redaktion berichtet, werden die Häuser 18, das besonders durch den Brand in Mitleidenschaft gezogen wurde, und 20 derzeit abgerissen. Das Haus Nummer 20 wurde laut Thiel lediglich mit Stützungsmaßnahmen versehen. Für die Häuser 18 und 20 seien mittlerweile auch Bauanträge für den Wiederaufbau eingegangen, über das Haus Nummer 16 ist nichts bekannt. „Das Baurechtsamt ist hier im Verfahren, weswegen noch keine weiteren Details genannt werden können“, erklärt der Pressesprecher.
Das ändert sich an der Verkehrssituation
An der Verkehrssituation habe sich jedoch noch nichts geändert. Zwischenzeitlich mutete es an, dass die Mutzenbühlstraße wieder freigegeben werde, so stellte es sich dann aber heraus, dass lediglich das Absperrmaterial verstellt wurde, was aber durch die Technischen Dienste wieder korrigiert wurde. „Auch hier ist das Baurechtsamt tätig gegenüber dem Verursacher“, so Thiel.
Wie lange die Sperrungen noch aufrecht erhalten werden müssen, ist nicht bekannt: „Abhängig ist die Dauer von der Mitarbeit und Umsetzung der Vorgaben durch die Eigentümer der Brandgebäude. Dabei ist es Aufgabe der Eigentümer, die notwendigen Vorgaben so umzusetzen, dass die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger nicht gefährdet wird“, gibt Christian Thiel Auskunft.
Die Stadt sei hier aktuell in der Situation, die Umsetzung in einigen Fällen juristisch klären lassen zu müssen.
Die Anwohner werden deshalb wohl weiter Geduld brauchen.