Die Brandruine an der Durchgangsstraße des Obernheimer Weiler Tannecks ist inzwischen eingezäunt. Die Überreste des ausgebrannten Gebäudes sind einsturzgefährdet. Foto: Weiger

Bürgermeister lobt Einsatzkräfte. Sachschaden in sechsstelliger Höhe. Brandursache weiterhin unklar.

Obernheim-Tanneck - Nach dem Großbrand im Obernheimer Weiler Tanneck hat Bürgermeister Josef Ungermann allen Feuerwehrleuten gedankt, aber auch die Probleme mit der Wasserversorgung thematisiert. "Es ist schön, wie hier alle zusammenstehen", sagte Ungermann in der als Videokonferenz abgehaltenen Gemeinderatssitzung, "so ein Brand ist eine Ausnahmesituation, die ein enges Miteinander erfordert." Der Rathauschef dankte allen Einsatzkräften von Feuerwehr und DRK. Sie waren am Montag vergangener Woche mit einem Großaufgebot angerückt; die Feuerwehr aus Obernheim wurde von Kameraden aus Meßstetten und Unterdigisheim unterstützt. Vom DRK war die Bereitschaft Obernheim-Oberdigisheim vor Ort.

Bei dem Feuer in dem unbewohnten Gebäude war Sachschaden in sechsstelliger Höhe entstanden. Die Wasserversorgung, so Ungermann, sei das größte Problem gewesen. Weil die Feuerwehr lediglich über eine Rohrleitung Wasser fördern konnte, musste ein Pendelverkehr eingerichtet werden. "Das Wasser wurde in Fässern zum Brandort transportiert", so Ungermann, "das hat zum Glück hervorragend geklappt."

Die Ermittlungen zur Brandursache dauern laut Ungermann noch an: "Allerdings dürfte der heftige Wintereinbruch mit Schnee und Eis die Untersuchungen nicht erleichtert haben." In der Tat: Die Überreste des ausgebrannten, einsturzgefährdeten Gebäudes sind trotz aktuellem Tauwetter von Schnee und Eis überzogen. Mittlerweile, so Ungermann, sei die Brandruine eingezäunt und gesichert. Ein Dankeschön richteten er und Gemeinderat Aziz Cicek an die Nachbarn in Tanneck. Eine Familie, so lobte der Bürgermeister, habe während des Einsatzes ihre weitläufige Garage als Lagerplatz für Feuerwehrgeräte und als Einsatzzentrale zur Verfügung gestellt.

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