Die Schelklewiese soll mit öffentlichen Toiletten ausgestattet werden. Foto: Monika Braun

Die Schelklewiese in Baiersbronn hat sich während der Gartenschau als gern besuchter Veranstaltungsort bewiesen und soll nun auch zukünftig für Veranstaltungen zur Verfügung stehen.

Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen , zur Verbesserung der öffentlichen Sanitärinfrastruktur einen modernen, selbstreinigenden Toilettencontainer für die Schelklewiese zu beschaffen.

 

„Wir konnten uns mit der Eigentümerfamilie des Geländes einigen und möchten in Zukunft nun die Infrastruktur durch eine dauerhafte öffentliche Toilettenanlage ergänzen“, erklärte Bürgermeister Michael Ruf. Gerade durch die Lage der beiden Spielplätze sei ein Toilettencontainer mit Wickeltisch ein gutes Angebot für Familien mit Kleinkindern.

Marco Günter vom Bauamt stellte die Planungen vor und sprach von einem Toilettencontainer, der sich durch die Holzverkleidung auch harmonisch in das Ortsbild einfüge. „Die Sanitäreinrichtungen werden in Edelstahl ausgeführt, die Papierausgabe ist sensorgesteuert und die Anlage verfügt über eine vollautomatische Selbstreinigungsfunktion“, so Günter.

Toilettengang kostet wohl

Vorgesehen sei, die Nutzung der Toiletten kostenpflichtig zu gestalten. Die Kosten beziffert er auf rund 266 000 Euro, allerdings sei eine Förderquote von 50 Prozent zuzüglich 10 Prozent für die Planungskosten in Aussicht.

Elisabeth Benner von der Kämmerei erklärte, dass die Voraussetzung für die Förderung eine barrierefreie und vollautomatische Toilettenanlage sei.

Gemeinderat Gerhard Gaiser (SPD) sprach von einer erfreulichen Entwicklung – man sollte die Möglichkeit nutzen, öffentliche Toiletten dort zu errichten. Dies sei nicht nur eine Aufwertung für die Schelklewiese, sondern auch für die Gemeinde Baiersbronn.

Passen „hüttenförmige Container“ zur Baukultur?

„Baiersbronn hat eine gewisse Baukultur, ob jetzt dieser hüttenförmige Container dazu passt, bezweifle ich“, so Gemeinderat Ludwig Wäckers (BUB), der aber die Notwendigkeit der Anlage herausstellte. Er fragte nach Möglichkeiten, den geplanten Container optisch aufzuwerten.

Marko Günter erklärte, dass man schon bei der Auswahl auf eine Verkleidung mit Holz geachtet habe, alles weitere könne man aber noch prüfen.

Details werden später geklärt

Bürgermeister Michael Ruf wies auf die zeitliche Dringlichkeit des Beschlusses hin, um den Zuschussantrag stellen zu können; wie dann die Ausführung genau aussehe, könne noch diskutiert werden.

Auf die Frage von Gemeinderat Lutz Hermann (FDP/UBL) erklärte Marco Günter, dass die Benutzung kostenpflichtig sein soll, allerdings könnte bei großen Veranstaltungen auch ein kostenfreier Service angeboten werden.

Rat Michael Ruoss (CDU) sprach von einer sinnvollen Maßnahme. Die Optik müsse auch mit Blick auf zusätzliche Kosten geprüft werden.