Der Sachschaden beim Brand des Fahrradgeschäfts wird auf 100.000 Euro geschätzt. Die Brandursache ist noch unklar. Brandstiftung wäre eine Möglichkeit.
„Unser Ladengeschäft wird wie gewohnt geöffnet sein“, schreiben die Inhaber des Fahrradgeschäfts „Fahrwerk“ auf ihrer Internetseite. Dabei bedanken sich Simon Aleth und Adrian Siebold bei allen Einsatzkräften der Feuerwehr sowie von DRK und THW für das schnelle Eingreifen. Nur dadurch habe Schlimmeres verhindert werden können. Samstagnacht wurde an der Lagerhalle ein Feuer ausgelöst, der Brand hatte sich über die Fassade auf das Dach ausgebreitet. „Die Flammen haben den Dachstuhl unseres Lagers erreicht und diesen teils in Brand gesetzt“, erklären die Inhaber.
Hoher Sachschaden
Die Polizei gibt nun die Schadenshöhe und weitere Details bekannt. Sie schätzt den Sachschaden auf rund 100.000 Euro. Durch den schnellen Löschangriff der Feuerwehr habe ein Übergreifen auf den angrenzenden Verkaufsraum sowie auf in der Halle gelagerte Pedelecs verhindert werden können, schreibt die Polizei weiter. Umliegende Liegenschaften mussten nicht geräumt werden.
Brandursache noch unklar
„Wir ermitteln grundsätzlich in alle Richtungen“, sagt Polizeisprecher Christoph Efinger im Gespräch mit unserer Redaktion. Damit sei wiederum auch nicht ausgeschlossen, dass es sich um Brandstiftung handeln könnte.
Einen klaren Hinweis auf Brandstiftung gebe es aber derzeit nicht, betont er. Efinger macht aber auch klar, dass im Außenbereich der Halle Kartons und Reifen gelagert waren und theoretisch auch eine weg geworfene Zigarette der Auslöser hätte sein können. Dies wäre dann ein Fall von fahrlässiger Brandstiftung. Aktuell sei die Brandursache aber noch unbekannt, betont Efinger.
Die Kriminaltechnik ermittle jedoch akribisch. Und bei einem solchen Brand sei es auf jeden Fall möglich, die Ursache zu ermitteln, so Efinger. Auch sei es möglich anhand des Brandverlaufs den Ort mit der höchsten Hitze zu ermitteln, um zu erfahren, wo das Feuer entstand.
Ein Wochenende mit vielen Bränden
Am vergangenen Wochenende habe es in den Landkreisen Lörrach und Waldshut besonders häufig gebrannt, erläutert Efinger im Gespräch mit unserer Redaktion. Er zählt den Großbrand in der Kreismülldeponie Lachengraben in Wehr auf, sowie ein Brand in einem Edeka-Markt in Laufenburg sowie das Feuer in Schopfheim. Auch erinnert Efinger an das Feuer im Lörracher Grüttweg am 29. April. Einen Zusammenhang zwischen den Bränden könne man allerdings nicht herstellen.
Keine Waldbrände
Und: Auch wenn die Waldbrandgefahr vor allem in Südbaden am vergangenen Wochenende besonders hoch war, wurden die beiden Landkreise Lörrach und Waldshut von Waldbränden verschont – im Gegensatz zu anderen Regionen in Deutschland und der Schweiz.
Die Inhaber des Fahrradladens konnten am Dienstag für eine Stellungnahme nicht erreicht werden.