Im Bühlhof in Schömberg ist am Montagabend kurz vor 21 Uhr in einem Wohnhaus ein Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehr war bis 23 Uhr vor Ort. Wie geht es jetzt weiter?
Am Montagabend um 20.54 Uhr wurde die Feuerwehr über den Brand in einem Wohnhaus im Bühlhof informiert, die Polizei eine Minute später. Die Abteilungen Schömberg, Langenbrand und Oberlengenhardt eilten mit acht Fahrzeugen und 60 Feuerwehrleuten an den Brandherd. Der Rettungsdienst hatte drei Fahrzeuge und zehn Einsatzkräfte vor Ort. Die Polizei war mit zwei Streifen und vier Beamten am Brandherd, teilte Rainer Zilinger, Kommandant der Gesamtfeuerwehr Schömberg, am Montagabend vor Ort mit. Bereits gegen 21.15 Uhr hatte die Feuerwehr den Brand gelöscht, teilte das Polizeipräsidium Pforzheim in einer Pressemitteilung mit.
Zwei Personen gerettet
Nach Zillingers Angaben rettete die Feuerwehr zwei Personen aus dem Haus. Er ging in der Brandnacht von zwei verletzten Personen aus. Sabine Maag, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Pforzheim, sagte am Dienstag auf Nachfrage unserer Redaktion, dass es dann doch nur eine leicht verletzte Person gab.
Gegen 23 Uhr fuhr das letzte Feuerwehrauto weg, berichtete Stefanie Stocker, Pressesprecherin des Kreisfeuerwehrverbandes, am Dienstag auf Anfrage unserer Redaktion. Der Einsatz war beendet. Das Reinigen und Aufrüsten der Fahrzeuge nahm noch einmal eine Stunde in Anspruch. Folglich waren die Feuerwehrleute bis Mitternacht beschäftigt.
Mitarbeiter des Berufsförderungswerks
Das Gebäude sei von der Feuerwehr für unbewohnbar erklärt worden, so Stocker weiter. Für die Bewohner musste folglich eine andere Unterkunft gefunden werden. Sie seien Mitarbeiter des Berufsförderungswerks Schömberg und noch in der Nacht dort untergekommen, berichtete Stocker. Eine Anfrage nach Unterkunftsmöglichkeiten bei der Gemeinde Schömberg habe es deshalb nicht gegeben.
Den Schaden bezifferte Stocker im unteren sechsstelligen Bereich. Rainer Zillinger, Kommandant der Gesamtfeuerwehr Schömberg, hatte in der Brandnacht den Schaden „ganz grob“ auf rund 100 000 Euro geschätzt.
Verdacht der fahrlässigen Brandstiftung
Und was ist die Brandursache? Wie Stocker am Dienstag mitteilte, ging der Brand von der Küche im Erdgeschoss aus. Maag von der Polizei ergänzte, dass es im Bereich der Herdplatten eine Rauchentwicklung gegeben habe. Es sei zu einer Entzündung gekommen.
Carmela Rinaldo, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Pforzheim, ergänzte auf Nachfrage mit, dass die Polizei wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung ermittelt.