Einsatz der Feuerwehr am vergangenen Sonntag in der Haiterbacher Ortsdurchfahrt. Foto: Buchner

Das Haus in der Nagolder Straße ist nach dem Brand vom Sonntag vorerst nicht bewohnbar. Die Stadt Haiterbach stellt Unterkünfte für 19 Menschen zur Verfügung.

Das Feuer brach am Sonntagabend gegen 18.20 Uhr im Dachstuhl des Mehrfamilienhauses in der Haiterbacher Ortsdurchfahrt (Auf Höhe Abzweigung Festhalle) aus.

 

Durch die schnelle Reaktion eines Passanten und Anwohner waren die betroffenen 29 Bewohner beim Eintreffen der Feuerwehr bereits in Sicherheit. Bürgermeisterin Kerstin Brenner war selbst vor Ort und leitete die Unterbringung der Bewohner ein.

Entgegen ersten Meldungen sei das Haus im Moment komplett unbewohnbar, erklärte Hauptamtsleiterin Maia Stephan am Donnerstag auf Anfrage der Redaktion. Für 19 Bewohner habe man Unterkünfte bereitstellen müssen. Die anderen seien privat untergekommen. Konkret ging es so um die Versorgung von zwei jeweils achtköpfigen Familien sowie einer Mutter mit zwei Kindern.

In Brandnacht in Festhalle eingerichtet

In der Nacht des Feuers seien die Menschen in der Haiterbacher Festhalle untergebracht worden, berichtet Stephan. Vor Ort seien sie vom Deutschen Roten Kreuz betreut worden. Der Bauhof habe Matratzen geholt und auch Raumteiler aufgestellt, um für etwas Privatsphäre zur sorgen.

Am Montag leitete die Stadtverwaltung dann weitere Schritte ein, um die Familien auf zunächst unbestimmte Zeit in gemeindeeigenen Wohnungen unterzubringen.

„Eine Wohnung wird für solche Fälle immer frei gehalten“, erläutert Stephan. Die Stadt sei für die Unterbringung im Fall von Obdachlosigkeit verpflichtet. Zusätzlich wurde eine Ein-Zimmer-Wohnung bereitgestellt, die verschieden genutzt wird, unter anderem auch durch die Polizei zur kurzfristigen Unterbringung etwa von Opfern häuslicher Gewalt.

Dass die Stadt eine Unterbringung organisieren müsse, komme immer wieder vor, sagt die Hauptamtsleiterin. Ein Fall wie dieser, bei dem es auf einen Schlag so viele Menschen betroffene seien, sei jedoch selten.

Keine weitere Betreuung erforderlich

Grundlegende Dinge habe man den Familien zur Verfügung gestellt. So unter anderem Matratzen und Geschirr. Der Schulsozialarbeiter habe auch vorbeigeschaut, da er einige der Kinder aus der Schule kenne. Eine tiefergehende Betreuung sei jedoch nicht erforderlich, so Stephan.

Die Stadtverwaltung warte, bis sie das Signal bekomme, dass Familien in das Wohnhaus zurückkehren könnten. Bislang sei dies noch nicht klar und hänge auch von den laufenden Ermittlungen zur Brandursache ab.

Am Montag hatte die Pressestelle der Polizei auf Nachfrage erklärt, dass dafür nach Einschaltung eines Gutachters mit mindestens einer Woche bis zu ersten Ergebnissen zu rechnen sei.