Ein 65-Jähriger wurde tot in seiner Wohnung in Wildberg-Effringen aufgefunden. Die Ermittlungen führten zur Festnahme eines 19-jährigen Tatverdächtigen.
In Wildberg wurde am Montag ein Anwohner tot aufgefunden – nach ersten Untersuchungen der Kriminalpolizei bestätigte sich der Verdacht eines Fremdverschuldens. Nun haben die Ermittler neue Details zum Fall bekannt gegeben. Demnach wurde Haftbefehl gegen einen 19-jährigen Tatverdächtigen erlassen.
Die Kriminalpolizeidirektion Calw hat zur Klärung des Tötungsdelikts die Ermittlungsgruppe „Backhaus“ eingerichtet. Im Zuge der Ermittlungen ergab sich ein Tatverdacht gegen einen 19-jährigen Mann ohne festen Wohnsitz, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Tübingen und des Polizeipräsidiums Pforzheim. Demnach sollen sich das Opfer und der 19-Jährige bereits vor der Tat gekannt haben.
19-Jähriger stellte sich der Polizei
Nach Angaben der Polizei führten die intensiven Fahndungsmaßnahmen schließlich dazu, dass sich der 19-jährige deutsche Staatsangehörige am Donnerstagnachmittag, 18. Dezember, stellte. Dieser konnte widerstandslos festgenommen werden.
Der Tatverdächtige wurde am Freitag, 19. Dezember, dem zuständigen Haftrichter des Amtsgerichts Tübingen vorgeführt. Der Richter erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags und setzte den 19-Jährigen „in Vollzug“, heißt es in der Pressemitteilung vom Freitagmittag.
Die Einsatzkräfte fanden den Mann leblos vor
Die Tat hatte sich bereits einige Tage zuvor im Stadtteil Effringen zugetragen: Am Montagvormittag, 15. Dezember, öffneten Einsatzkräfte die Wohnungstür eines Mehrfamilienhauses, in dem ein 65-jähriger Mann lebte. Aufgrund von Zeugenaussagen waren sie zunächst davon ausgegangen, dass sich der Mann möglicherweise in einer hilflosen Lage befinden könnte. Nachdem die Wohnungstür geöffnet worden war, fanden die Einsatzkräfte den Mann leblos vor.
Nach Angaben der Polizei vom Freitagvormittag ergaben sich aufgrund verschiedener Feststellungen vor Ort Anhaltspunkte für ein mögliches Fremdverschulden. „Umfangreiche Ermittlungen der Kriminalpolizeidirektion Calw und der Staatsanwaltschaft Tübingen, unter anderem nach dem Hinzuziehen der Rechtsmedizin bekräftigten den Verdacht eines Tötungsdeliktes“, erklärte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Pforzheim am Freitagvormittag auf Anfrage unserer Redaktion. Die beauftragte Rechtsmedizin stellte bei dem 65-jährigen Opfer Verletzungen durch scharfe Gewalt fest, die die Todesursache gewesen sein dürften. Die Ermittlungen zum Tatablauf und Motiv dauern noch an.