Anfang der Woche ist ein Zug bei Calw bei voller Fahrt mit einem Felsbrocken kollidiert. Ab Donnerstag sollte die Bahn wieder fahren. Daraus wird nun nichts – aus gutem Grund.
Länger als gedacht dauert die Sperrung der Kulturbahnstrecke zwischen Pforzheim und Wildberg. Dort war es, in der Nähe des alten Calwer Bahnhofs, am frühen Montagmorgen zu einem Unglück gekommen.
Ein tonnenschwerer Steinblock war auf die Gleise gestürzt und von einem Zug überrollt worden. Das Unglück ging glimpflich aus: Verletzt wurde niemand, aber der beschädigte Zug musste abgeschleppt werden.
„Da müssen noch Felsen gesichert werden“
Obwohl der Lokführer eine Notbremsung eingeleitet hatte, kam die Kulturbahn erst nach etwa 600 Metern im Tunnel Richtung Kentheim zum Stehen.
„Da müssen noch Felsen gesichert werden“
Unterdessen beauftragte der Streckenbetreiber, die DB InfraGO, ein Ingenieurbüro damit, die Buntsandsteinwand oberhalb der Gleise zu untersuchen. Von dort war der Felsbrocken in die Tiefe gestürzt.
Die Bahn hatte die Strecke nach dem Unglück erst einmal bis Donnerstagmittag, 22. Januar, gesperrt. Nun steht fest: Das wird nicht reichen – infolge der Untersuchungen am Hang oberhalb der Trasse.
„Da müssen noch Felsen gesichert werden“, teilt ein Sprecher der Deutschen Bahn auf Nachfrage unserer Redaktion mit.
Die Ingenieure haben demnach festgestellt, dass weitere Steine locker sind. Es seien größere Sicherungsmaßnahmen nötig, erklärt der Pressesprecher. Diese Arbeiten gingen direkt los und dauerten voraussichtlich bis Sonntag, 1. Februar.
Die Betriebsaufnahme ist für Montag, 2. Februar, geplant. So lange verkehrt zwischen Wildberg und Pforzheim ein Schienenersatzverkehr. Ab Wildberg in Richtung Horb und Tübingen ist die Kulturbahn planmäßig unterwegs.