Bald könnte ins Amt für Kultur am Villinger Romäusring ein neuer Chef einziehe. Foto: Marc Eich

Die Chancen stehen gut, dass in der anstehenden Gemeinderatssitzung ein neuer Kulturamtsleiter gewählt wird. Aber damit ist die Stelle noch nicht komplett.

Gute Nachrichten aus dem städtischen Kulturamt: Nach der jüngsten Bewerberrunde könnte aus der anstehenden Gemeinderatssitzung ein neuer Kulturamtschefs hervorgehen.

 

Denn die Zeichen stehen gut, wie Patrick Ganter von der städtischen Pressestelle auf Anfrage unserer Redaktion berichtet: Im Rahmen des Auswahlverfahrens hätten bereits die Vorauswahl-Gremien getagt. „Wir sind daher zuversichtlich, die Stelle zeitnah besetzen zu können“, so Ganter. Die abschließende Entscheidung obliege – wie bei Amtsleiter-Stellen üblich – dem Gemeinderat.

Gesplittete Stelle

Nach drei erfolglosen Ausschreibungsrunden war die Stelle des Kulturamtsleiters im Frühjahr mit Frist zum 31. Mai erneut in den Bewerberring geworfen worden – allerdings nun gesplittet.

Die Komplexität der bisherigen Stelle mit der gebündelten Verantwortung für die Amtsleitung auf der einen und für die künstlerische Leitung von Theater am Ring, Franziskaner Konzerthaus und Neckarhalle auf der anderen Seite sei durch eine Person kaum noch zu bewältigen, hatte die Verwaltung aus den gescheiterten Runden als Schlussfolge gezogen.

Intendanz später

Geht es jetzt also erst einmal um den direkten Amtsleiterposten, werde die neue geschaffene Stelle der Intendanz in einem zweiten Schritt besetzt, erklärt Patrick Ganter zudem. Einen genauen Zeitplan gebe es hierfür aktuell noch nicht.

Wird Interims-Leiter Andreas Dobmeier also bald endgültig seinen Schreibtisch im Kulturamt räumen und seinen wohlverdienten Ruhestand, den er 2022 eigentlich angetreten hatte, weiterführen können?

Nach dem Weggang von Lutz Schwarz im Frühjahr 2024 hatte er das verantwortungsvolle Amt, das er mehr als 17 Jahre in Villingen-Schwenningen ausgeübt hatte, interimsweise wieder übernommen – stets unter der Bedingung, so lange den Posten weiterzuführen, bis ein Nachfolger gefunden ist.

Dobmeier unterstützt

Ein bisschen wird es aber wohl noch dauern, bis Andreas Dobmeier ganz weg ist: Wie unsere Redaktion erfahren hat, möchte er seinen Nachfolger bei der Suche nach einem geeigneten Intendanten aktiv unterstützen.