Zusammen bei einer Festeröffnung anstoßen – ein solches Bild (hier der erste „Hock im Städtle“ 2023) wird es in Mahlberg künftig wohl erstmal nicht wieder geben. (Archivbild) Foto: Hiller

Erst im Juli wurde das Fest zum dritten Mal veranstaltet – nun ist klar: Eine vierte Auflage wird’s nicht geben. Das verkündete die Verwaltung in einer Mitteilung.

Für viele dürfte es eine traurige Überraschung sein, andere haben es vielleicht schon kommen sehen: Nachdem sich immer weniger Vereine beim „Hock im Städtle“ beteiligten, zieht die Mahlberger Verwaltung nun die Reißleine. Die Veranstaltung ist von nun an Geschichte. Darüber informiert die Stadt Mahlberg in einer Mitteilung. Ein Überblick.

 

Wie fing das Ganze an?

Mehr als 40 Jahre lang wurde in Mahlberg ein großes Stadtfest gefeiert – zumindest bis 2019. „Dass es damals das letzte sein würde, konnte niemand ahnen. Bedingt durch die Corona-Pandemie fand über Jahre hinweg das Stadtfest nicht mehr statt und im Jahr 2023 sprach sich der Marktausschuss dafür aus, das Stadtfest im bekannten Format nicht mehr zu organisieren“, blickt die Stadt zurück. Deshalb sollte eine Alternative her, die mit dem „Hock im Städtle“ gefunden wurde. „Es wird alles einfach ein bisschen kleiner und kompakter“, fasste Bürgermeister Dietmar Benz das Konzept im Juni 2023 zusammen. Einen Monat später feierte das Fest Premiere.

Wie wurde die Veranstaltung aufgenommen?

Anfangs sehr gut. Vom Umfang her kam es freilich nicht an das Stadtfest heran, das war aber auch nicht das Ziel der Verwaltung. Auch die Bürger schienen diesen Anspruch nicht zu haben: Tausende Menschen strömten zur ersten Fest-Auflage. „Der erste Hock war auch ein voller Erfolg und bei gutem Wetter konnte eine positive Bilanz der ersten Veranstaltung von allen Teilnehmern gezogen werden“, blickt die Stadt zurück. In den beiden Folgejahren konnte man an den Erfolg jedoch nicht anknüpfen. „Leider war dann aber beim zweiten und dritten Hock der Wettergott nicht hold – entweder war es zu heiß oder zu regnerisch, worunter die Vereine litten,“ heißt es in der Mitteilung. Das habe dazu geführte, dass die Umsätze nicht zufriedenstellend gewesen waren.

Warum wird das Format aufgegeben?

Aus mehreren Gründen. Der erste: anfallende Kosten für die Stadt. Demnach werden für den Hock jährlich 27 000 Euro im Haushalt eingeplant, für die Arbeiten des Bauhofs fallen zusätzliche 18 000 Euro an. Und auch die erhofften Umsätze der Vereine seien ausgeblieben. „Die führte zu großer Unzufriedenheit und Kritik“, so die Stadt. „Auch der Umstand, dass die örtlichen Vereine keine Großlauben mehr betreiben können, weil schlicht und einfach das Personal fehlt, hat dazu geführt, das Format und die Zukunft der Veranstaltung nochmals zu diskutieren“, heißt es weiter. Demnach sei der Marktausschuss zu dem Entschluss gekommen, den „Hock im Städtle“ einzustampfen. „Die Stadt bedauert, dass die Resonanz und die geringe Beteiligung der Vereine und der teilnehmen Einrichtungen sowie die aufgekommene Kritik zu dieser Entscheidung geführt hat.“

Wird es eine Alternative geben?

Stand jetzt: nein. „Nachdem dieses Format nicht angekommen ist und es zu wenige Teilnehmer für eine solche Veranstaltung gibt, wurden auch keine Überlegungen mehr angestellt, ein Fest für Mahlberg und die Region in einer anderen Form vorzunehmen. Weitere Veranstaltungsformen werden nicht mehr weiterverfolgt“, betont die Stadt. Ein kleiner Trost: „Die bisher noch teilnehmenden Vereine werden sicherlich die eine oder andere Vereinsveranstaltung zur Kompensation organisieren“, erklärt die Verwaltung.