In allen drei Vorrundenspielen der deutschen Nationalmannschaft in Katar zählte der 19-jährige Jamal Musiala zu den Besten. Nach dem Schock des Ausscheidens ist der Youngster einer der Hoffnungsträger für die Europameisterschaft Deutschland, die in 18 Monaten beginnt. 

Es ist schon ein regelrechter Hype entstanden um den eleganten Fußballzauberer, der zwar in Stuttgart geboren ist, aber im osthessischen Fulda aufwuchs. Im Alter von sieben Jahren zog er nach England, weil seine Mutter in Southampton ein Auslandssemester antrat. Das Offensivtalent landete schließlich beim FC Chelsea und durchlief dort die Jugendteams. Auch bei der WM in Katar ließ er seine Genialität aufblitzen. Diese fünf Faktoren machen ihn so stark. 

1. Das Bayerngen

Jamal Musiala kam als 16-Jähriger zum deutschen Rekordmeister. Die Ambitionen des Vereins spiegeln seine eigenen. Irgendwann möchte er nach eigener Aussage einmal Weltfußballer werden. Das Talent, das in ihm schlummert, scheint einzigartig. Er hat den unbedingten Siegeswillen. So einen Fußballer hat Fußball-Deutschland lange nicht gesehen. 

2. Die Liebe zum Fußball

Mit dem Ball am Fuß hat Jamal Musiala richtig viel Spaß. Das Fußballspielen macht ihn nach eigener Aussage nicht nur Freude, sondern macht ihn richtig glücklich. Diese Spielfreude ist ihm auf dem Platz anzusehen. Er scheint das zu schaffen, was andere nicht vollbringen. Vergleiche mit den ganz Großen, wie Lionel Messi, liegen nahe. 

3. Die Extra-Skills

Jamal Musiala ist ein Bewegungswunder. Seine "schlangenartigen Bewegungen", wie Thomas Müller einmal sagte, sind schwer vorauszusehen. Er scheint in jeder Situation das Richtige zu tun, die richtige Entscheidung zu treffen. Und ist das einmal nicht der Fall, so wie im Vorrundenspiel gegen Spanien, dann ist er nach dem Spiel sehr selbstkritisch. Er ist technisch sehr gut und entwickelt Dynamik, wenn er im Ballbesitz ist“, lobt auch Bundestrainer Hansi Flick.

4. Das Mentalitätsmonster

Was unterscheidet einen guten Fußballer von einem sehr guten? Die Mentalität. In seinen jungen Jahren hat Jamal Musiala bereits sechs Titel gewonnen. Einer wie er, hat immer die höchsten Ziele. „Der Junge ist eiskalt. Wenn man vor dem Spiel mit ihm spricht, wirkt er fokussiert, ruhig und zurückhaltend. Aber wenn er auf den Platz kommt, explodiert er förmlich“, sagt Musialas ehemaliger Jugendtrainer Sebastian Hoeneß. 

5. Die Offensivwaffe

Alle Mannschaften, für die Jamal Musiala bisher gespielt hat, haben von ihm profitiert. Denn er ist einer, der in der Offensive die Entscheidung sucht und wichtige Tore macht. In 14 Bundesligaspielen der aktuellen Saison hat er neun Tore selbst geschossen und sieben weitere vorgelegt. Er ist definitv einer, der den Unterschied macht. Das Wunderkind stellt beim FC Bayern einen Rekord nach dem anderen auf, dasselbe könnte ihm jetzt auch im DFB-Trikot glücken, wenn auch nicht mehr in Katar, aber vielleicht bei der EM 2024 in Deutschland.