Am 8. März hat der Kreis Rottweil den neuen Landtag gewählt. Welche Veränderungen die Prüfung durch das Landratsamt ergeben hat, war jetzt Thema im Kreiswahlausschuss.
Jubel und Enttäuschung lagen bei der Landtagswahl am 8. März nah beieinander: Während manche Partei ihren enormen Stimmenzuwachs feierte, musste manch andere eine bittere Pille schlucken. In der Kreiswahlausschusssitzung am Donnerstag wurde nun unter anderem über Veränderungen bei den Stimmen informiert und das Wahlergebnis vorläufig festgestellt.
Die Vorprüfung stelle immer eine Herausforderung dar, erklärte der stellvertretende Kreiswahlleiter Harald Klatt, Leiter des Kommunal- und Prüfungsamtes im Landratsamt, und deutete auf mehrere große Kisten voller Unterlagen, die sein Team an zwei Tagen durchgearbeitet habe.
Korrekturen in sechs Wahlbezirken
Klatt lobte den Einsatz der digitalen Möglichkeiten. Erfreulicherweise hätten alle 21 Gemeinden im Landkreis den Wahlmanager genutzt und die Ergebnisse diszipliniert eingegeben. Jeder Wahlbezirk habe außerdem das Kriterium von mindestens 30 Wählern erfüllt, stellte er fest.
Insgesamt lägen 149 Wahlniederschriften vor, davon 109 aus Urnenwahlbezirken, der Rest aus Briefwahlbezirken. Bei den Stimmen habe es keine nennenswerten Veränderungen gegeben: Lediglich in sechs der 109 Urnenwahlbezirke gab es Korrekturen vorzunehmen. Dabei hatte es sich um Übertragungsfehler gehandelt.
Neun Stimmen nachträglich doch gültig
Bei 102 830 Wahlberechtigten im Kreis Rottweil hätten 72 512 (70,5 Prozent) von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht.
Fünf Erststimmen (davon drei für Stefan Teufel, eine für Emil Sänze und eine für Matthias Schultz) und vier Zweitstimmen (eine für die CDU, zwei für die AfD und eine für die Tierschutzpartei) seien nachträglich für gültig erklärt worden.
Ergebnis bei den Erststimmen
Von den gültigen Erststimmen entfielen – in der Reihenfolge des Stimmzettels – 11 005 an Artur Eichin (Grüne), 27 050 an Stefan Teufel (CDU), 3854 an Ali Zarabi (SPD), 6150 an Daniel Karrais (FDP), 17 629 an Emil Sänze (AfD), 2164 an Daniel Hettich (Die Linke), 630 an Daniel Eggebrecht (ÖDP), 1229 an Marius Dettki (Volt), 344 an Mike Kriegelstein (Bündnis C), 1338 an Karl-Heinz Eith (BSW) und 449 an Matthias Schultz (WerteUnion). 670 der abgegebenen Erststimmen waren ungültig.
Ergebnis bei den Zweitstimmen
Bei den Zweitstimmen waren 574 ungültig. Die 71 938 abgegebenen gültigen Stimmen entfielen auf (in der Reihenfolge des Stimmzettels): Grüne (15 736), CDU (23 831), SPD (3100), FDP (3772), AfD (18 028), Die Linke (1886), Freie Wähler (1379), Die Partei (194), Die Basis (189), Klimaliste BW (18), ÖDP (326), Volt (670), Bündnis C (242), PdH (24), Verjüngungsforschung (51), BSW (1184), Die Gerechtigkeitspartei (67), PDR (152), PdF (54), Tierschutzpartei (702) und WerteUnion (333).
Arbeit des Kreiswahlausschusses ist getan
Der Kreiswahlausschuss habe seine Arbeit nun getan, stellte Kopp am Ende der Sitzung fest. Jetzt komme nur noch der Landeswahlausschuss, dann liege es an den Gewählten, ihr Können zu zeigen, meinte er und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass diese sich auf ihre Arbeit konzentrieren und zum Wohle des Landes Baden-Württemberg walten.