Die Forbachgärten werden auch ohne Gartenschau künftig nachhaltig genutzt. Der Gemeinderat hat dafür in der letzten Sitzung vor der Weihnachtspause die Voraussetzungen geschaffen.
Die Forbachgärten waren während der Gartenschau ein beliebter Erlebnisraum, der viele Besucher anlockte. Sundowner-Parties mit DJ, standesamtliche Trauungen, aber auch Familienausflüge zum Wasser mit Holzfloß waren Gründe für viele Besucher, in diesem idyllisch gelegenen Bereich zu verweilen.
Es lag insoweit nahe, diesen auch im Hinblick auf eine mögliche Nachnutzung einer genaueren Betrachtung zu unterziehen. Diese Nachnutzung stand bereits bei der Reaktivierung dieser Flächen, dem früheren Bürkle-Areal, im Fokus.
Am südlichen Eingang beim Laborantenhaus wurde dafür beispielsweise eine großflächige Pflasterfläche mit Sitzsteinblöcken angelegt, zudem wurden Bäume gepflanzt. Neben dem geschwungenen Hauptweg gibt es jetzt einen Wanderpfad im naturnah gestalteten Uferbereich. Eine Retensionsfläche ermöglicht den Aufenthalt im Flachwasser, Sitzstufen laden zum Verweilen ein.
WC-Anlage ist geplant
Oberbürgermeister Adrian Sonder betonte, dass hinsichtlich der nachhaltigen Weiternutzung zwar Investitionen erforderlich sind, dass diese im Vergleich zu den vorab getätigten Investitionen aber vergleichsweise gering sind.
Konkret sei vorgesehen, beispielsweise den Pavillon aus dem Forstbeitrag der Gartenschau (Tiny-House), der der Stadt weiterhin kostenlos zur Verfügung steht, zu versetzen und in den Forbachgärten aufzustellen. Lediglich die Kosten für die Versetzung sind von der Stadt zu tragen. Darüber hinaus ist geplant, dort eine Unisex-WC-Anlage in dazu passender Bauweise aufzustellen. Die dafür erforderlichen Ver- und Entsorgungsleitungen werden hergestellt.
Ausstellungsgärten zurückgebaut
Ebenfalls in den Bereich der Forbachgärten werden Teile des Freundschaftsgartens Freudenstadt/Courbevoie mit Elementen des Freudenstädter Marktplatzes versetzt. Plangemäß zurückgebaut wurden die Ausstellungsgärten der Landschaftsgärtner. Thomas Gärtner, der Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, erläuterte die Details. Beim dort teilweise neu angelegten Fußweg wird das Klangspiel der Waldorfschule installiert. Mit möglichen Betreibern einer Getränkeausgabe sei man im Gespräch, so Gärtner. Ziel sei es, die Arbeiten bis zum Beginn der Saison im Mai komplett abzuschließen.
„Der Geist der Gartenschau lebt weiter und das ,Tal X‘ wird auch in der Zukunft eine Rolle spielen“, sagte Sonder. Unterstützung für diesen Weg leisteten viele Ehrenamtliche, aber auch der Gemeinderat mit seinen „Überzeugungstätern“.
190 000 Euro im Haushalt
Carola Broermann (CDU) sprach von einer „riesigen Chance“. Michael Kaltenbach (FW) empfahl im Hinblick auf künftige Veranstaltungen entlang der Straße einen Lattenzaun. Die WC-Anlage hätte Kaltenbach lieber beim künftigen Mehrzweckpavillon anstatt gegenüber des Laborantenhauses, wie geplant. Hinsichtlich des Zaunes verwies Sonder auf die Möglichkeit, größere Veranstaltungen auch mit mobilen Elementen abzugrenzen.
Friedrich Schuler und Beate Gernsheimer (beide FW) regten an, die Toilettenanlage wegen der Reinigungskosten kostenpflichtig zur Verfügung zu stellen. Ulrich Giesekus plädierte für eine mobile Toilettenanlage, weil selbige im Winter im „Tal X“ nicht gebraucht werde.
190 000 Euro werden für die Maßnahmen im Haushalt eingestellt. Bei zwei Enthaltungen wurden die vorgestellten Pläne beschlossen.