Auch Wochen nach dem tödlichen Unfall in der Oberndorfer Straße halten Menschen inne, um einer Mutter und ihrem Kind zu gedenken.
Die LED-Kerzen brennen auch mehr als zwei Wochen nach dem tragischen Unfall noch ununterbrochen an der Unfallstelle. Einige der niedergelegten Blumen sind inzwischen verwelkt, doch immer wieder kommen neue hinzu.
Der Ort ist zu einer stillen Gedenkstätte geworden. Täglich bleiben Passanten stehen, verharren für einen Moment und erinnern an die 29-jährige Mutter und ihren dreijährigen Sohn, die bei dem Unfall ums Leben gekommen sind.
An diesem sonnigen Nachmittag steht eine junge Frau mit zwei Kindern am Straßenrand. Auch sie ist gekommen, um innezuhalten. Am Morgen des Unfalls sei sie selbst mit einem ihrer Kinder auf dem Weg zur Schule gewesen, erzählt die Schrambergerin. In der Nähe des Lichtspielhauses habe sie ein lautes Krachen und Klirren gehört. Kurz darauf sei der Lastwagen erst beim „Rosengarten“ zum Stehen gekommen.
Die Erinnerung an diesen Moment ist für sie noch immer präsent. Dennoch kommt sie fast täglich an den Ort zurück. Aus dem anfänglichen Schock und der tiefen Trauer sei inzwischen auch ein anderes Gefühl gewachsen, sagt sie: Dankbarkeit. „Es hätte auch mich und meine Tochter treffen können.“
Ermittlungen laufen
Die Staatsanwaltschaft hat gegen den 53-jährigen Lastwagenfahrer mittlerweile Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung aufgenommen. Dieser habe nach ersten Erkenntnissen infolge eines medizinischen Notfalls am Steuer das Bewusstsein verloren.