Als die Einsatzkräfte am Samstagabend in Sasbach eintrafen, schlugen bereits Flammen aus dem Wohnhaus in der Bühler Straße. Foto: Kornmeier/Einsatz-Report 24

Nach dem tödlichen Hausbrand am Samstagabend in Sasbach steht fest, um wen es sich bei dem Opfer handelt. Der Tote ist der 34-Jährige, der zuvor gegenüber Zeugen angekündigt hatte, sich und anderen etwas antun zu wollen. Die Ermittlungen laufen.

Ein 34-jähriger Mann hatte gegen 19.30 aus einem Fenster heraus angekündigt, sich und anderen Schaden zufügen zu wollen, teilt die Polizei mit. Er soll sich in einem „psychischen Ausnahmezustand“ befunden haben. Zeugen informierten daraufhin über Notruf die Ordnungshüter. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte kurze Zeit später war in dem Wohnhaus in Sasbach bereits ein Brand ausgebrochen.

,,Die ersten Polizeikräfte gingen in das Wohnhaus vor, mussten sich jedoch schnell zurückziehen, da starker Rauch und Brandgeruch wahrnehmbar war“, erläuterte Polizei-Einsatzleiter Thomas Straup vor Ort. Den Beamten gelang es aufgrund der Flammen nicht, jeden Raum des Hauses abzusuchen. Kurz darauf stand das komplette Gebäude in Vollbrand. Flammen schlugen aus den Fenstern.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten aus der Deckung von der Straße aus. Als das Feuer rund zwei Stunden später unter Kontrolle gebracht und gelöscht war, betraten Polizeikräfte mit Atemmasken das Gebäude. ,,Hierbei konnte eine tote Person in der Brandwohnung aufgefunden werden“, so der Polizei-Sprecher am späten Abend.

Polizei schätzt Schaden auf sechsstellige Summe

Zunächst war die Identität des Toten noch nicht sicher geklärt. Die Polizei bestätigte jedoch am Sonntag, dass es sich um den 34-Jährigen handelte, der sich kurz vor Ausbruch des Feuers am Fenster bemerkbar gemacht hatte. Bei dem Brand wurden auch eine Bewohnerin sowie insgesamt drei Polizeibeamte leicht verletzt.

Beamten der Kriminaltechnik konnten den Brandort auf der Suche nach weiteren Spuren zwischenzeitlich betreten. Der Schaden an dem Wohnhaus wird nach ersten Erkenntnissen auf einen sechsstelligen Betrag geschätzt.

Das Gebäude ist laut Polizei aktuell nicht bewohnbar. Die Bewohner konnten mit Unterstützung der Gemeinde Sasbach untergebracht werden. Die Beamten der Kriminalpolizei haben die Ermittlungen zu den Umständen einer möglichen Brandlegung aufgenommen.