Die Feuerwehr war mit zwölf Fahrzeugen und 70 Kräften im Einsatz. Foto: Freiwillige Feuerwehr Enzklösterle

In der Nacht auf Neujahr hat der Dachstuhl eines Doppelhauses in Enzklösterle gebrannt. Bürgermeisterin Sabine Zenker bittet nun auf ihrer Facebook-Seite um Unterstützung für die Betroffenen. Wer beispielsweise eine rote Katze gesehen hat, die seit dem Brand verschwunden ist, solle sich direkt bei ihr melden.

„24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr – wir sind für Sie da – die Freiwillige Feuerwehr Enzklösterle.“ So beschreibt sich die Institution auf ihrer Facebook-Seite im Internet. In der Silvesternacht zeigte sich einmal mehr, wie richtig und vor allem wichtig das ist.

 

Wie das Polizeipräsidium Pforzheim am Neujahrsmorgen erklärte, wurde der Dachstuhl eines Doppelhauses in der Hirschtalstraße gegen 2 Uhr vermutlich durch einen Feuerwerkskörper in Brand gesetzt.

Nachlöscharbeiten dauerten an Neujahr an

Die Feuerwehr Enzklösterle schreibt auf ihrer Facebook-Seite, der Gesamtalarm für die Wehr sei um 2.03 Uhr eingegangen – „ein jähes Ende der Neujahrsnacht erwischte unsere Feuerwehr-Kameraden“, heißt es dort.

Als die Brandbekämpfer eintrafen, stand der Dachstuhl demnach bereits in Flammen. „Unterstützt wurden wir durch die Feuerwehren Bad Wildbad mit den Abteilungen Wildbad, Calmbach und Sprollenhaus sowie der Feuerwehr Calw“, berichtet die Feuerwehr Enzklösterle.

Die Nachlöscharbeiten dauerten am späten Mittwochvormittag den Angaben zufolge noch an.

Durch das Feuer und das Löschwasser wurde das komplette Doppelhaus schwer beschädigt, erklärt die Polizei. Der Dachstuhl sei komplett zerstört, das Haus nach dem Brand nicht mehr bewohnbar. Die Bewohner kamen anderweitig unter.

Verletzt wurde bei dem Feuer niemand. Der Sachschaden wird auf etwa 200 000 Euro geschätzt. Die Feuerwehr war mit zwölf Fahrzeugen und 70 Kräften im Einsatz.

Besonderer Dank an alle Helfer

Auch Enzklösterles Bürgermeisterin Sabine Zenker meldete sich am Mittwochvormittag über das soziale Netzwerk Facebook zu Wort.

Darin sprach sie unter anderem besonderen Dank aus. Den Feuerwehrleuten, „Rettungsdienst und DRK, die sofort zur Stelle waren“.

Den vielen freiwilligen Helfern, „die die Betroffenen unterstützt und erste Hilfe geleistet haben“.

Dem Schwarzwaldhof, der für die Erstverpflegung der Geschädigten sorgte.

Der Netze BW, die sich um den Stromausfall kümmert, der mit dem Brand zusammenhängt.

„Holzbau Zwink, die heute morgen das Dach schließen, um wetterbedingte Folgeschäden zu verhindern“, so Zenker.

Und nicht zuletzt ihrem „ersten Bürgermeisterstellvertreter Michael Faschon, der sich heute Nacht und auch heute Morgen vor Ort kümmert“.

„Wir sind aktuell dabei zu klären, welche Unterstützung die Geschädigten benötigen, und werden euch dazu bald informieren. Gemeinsam können wir helfen und Solidarität zeigen!“, erklärte die Bürgermeisterin zudem am Mittwochvormittag.

Katze mit Namen Whisky verschwunden

In diesem Zusammenhang hatte Zenker unmittelbar drei Anliegen. Eine rote Katze, die auf den Namen Whisky hört, sei beim Brand aus dem Haus geflüchtet und werde seitdem vermisst. Wer sie gesehen habe, möge sich an die Bürgermeisterin wenden. „Die Besitzer machen sich große Sorgen“, erklärt Zenker.

Darüber hinaus werde Kleidung für drei Männer (Größen M und L) und zwei Frauen (Größen 38 bis 42) benötigt, „da alles im Haus zurückgelassen werden musste und das Haus bis auf weiteres von der Polizei versiegelt wurde“. Wer in Enzklösterle aushelfen könne, wird gebeten, sich direkt bei der Bürgermeisterin zu melden; sie koordiniere dann alles Weitere.

Nicht zuletzt brauchten die Betroffenen auch eine kleine Auswahl an Hygieneartikel wie Seife, Zahnbürste, Zahnpasta, Deo und Creme. „Morgen kann ja wieder eingekauft werden, aber für heute wäre eine Kleinigkeit toll“, bittet Zenker.