Amney Moutassime steigt zum Kopfball hoch: In vielen Zweikämpfen waren die Balinger jedoch nur zweiter Sieger. Foto: Eibner/Philip Ziegler

Nach dem 1:6 gegen die SG Sonnenhof Großaspach ziehen die Balinger ihre Lehren. Drei Themen waren offensichtlich und müssen schnell verbessert werden, wenn man punkten möchte.

„Das Ergebnis sieht nicht gut aus, so will natürlich keiner starten. Wenn man es mit den vorherigen Spielen gegen Großaspach vergleicht, hatten wir sogar den besten Start. Unsere Struktur und der Zugriff waren sehr gut. Dann lassen zwei individuelle Fehler das Spiel komplett knicken“, erläutert TSG-Geschäftsführer Jonathan Annel am Samstag gegenüber unserer Redaktion.

 

Cheftrainer Murat Isik sah es ähnlich: „Das war kein 1:6-Spiel, wo jetzt ein Landes- gegen einen Regionalligisten gespielt hat. Wir hatten gute Phasen, aber auch eklatante Fehler, die wir schnell abstellen müssen.“ Beide Aussagen zeigen, das man die Partie nicht nur anhand des Ergebnisses einordnen kann. Klar ist aber auch, dass es „Baustellen“ gibt, welche die Balinger schnell angehen müssen.

Billige Gegentore

Da wären die individuellen Fehler, mit denen Isik schon während der gesamten Vorbereitung haderte. Beim 0:1 patzte der sonst sichere Dennis Klose wie schon im Pokalfinale ausgerechnet gegen die SGS, beim 0:2 verlor der so ballsichere Ferdinand Schmidt viel zu leicht die Kugel. Diese Fehler können beim Balinger Spielstil vorkommen, werden in der Regionalliga aber knallhart bestraft.

Ein anderer Makel sind Standardsituationen: Gleich zwei Mal schlug Großaspach hier zu, wie übrigens schon in den vorherigen Duellen. „Das ist irgendwo auch Willenssache und hat nichts mit der Liga zu tun“, so Annel.

Geduld gefragt

Als dritter Punkt wurde von Isik das Herausspielen und Verwerten von Chancen im letzten Drittel genannt. Hier machte der samstägliche Gegner vor, wie es im Idealfall aussieht. Isik sagt: „Das hat auch mit Qualität zu tun. Wir müssen geduldig bleiben und entwickeln, entwickeln und nochmals entwickeln.“