Einsatzkräfte des technischen Hilfswerks bei der Arbeit an der Behelfsbrücke Foto: Timo Beyer

Nachdem ein Bagger bei Arbeiten an der Murgtalbahn abgestürzt ist, muss die Baumaschine nun geborgen werden. Bei den Arbeiten ist auch das Technisches Hilfswerk im Einsatz.

Wie bekommt man den jemals wieder hier weg? Diese Frage stellt sich praktisch sofort beim Anblick des abgestürzten Baggers, der rund 20 Meter unterhalb der Gleise am Ufer der Murg liegt – rundum weit und breit nur steile Felshänge und dichter Wald.

 

Doch die AVG hat mittlerweile einen Plan gefasst, wie die Bergungsarbeiten ablaufen sollen, auch wenn die Details noch etwas unklar sind. So soll laut einer Unternehmenssprecherin ein Spezialbagger eingesetzt werden, um den abgestürzten Bagger in Einzelteile zu zerlegen.

Diese sollen dann ebenfalls von dem Bagger abtransportiert werden. Die Maschine verfüge dafür über einen Art Anhänger, so die Sprecherin.

Geländegängige Maschine

Doch wie soll der Bagger an die Unfallstelle gelangen? Die Informationslage dazu ist noch relativ dünn. Laut der Sprecherin wird der Bagger einen Hang hinabfahren. Geplant ist also offenbar, vom rechten Flussufer aus zu arbeiten, das auch durch einen Rad- und Forstweg erschlossen ist. Allerdings trennt an der Unfallstelle ein Waldstück den Weg vom Ufer.

Muss ein Teil des Waldes also gerodet werden? Dazu konnte die Sprecherin am Dienstag keine Angaben machen. Sie verwies nur darauf, dass der Bagger so geländegängig ist, dass er auch Geröll überwinden kann. Möglicherweise wird der Bagger also an einer anderen Stelle an den Fluss gebracht und legt den Weg zur Unfallstelle dann im Flussbett zurück.

Die Brücke soll es an der Bergung beteiligten Arbeitern ermöglichen, die Murg trockenen Fußes zu überqueren. Foto: Timo Beyer

Doch während es noch dauert, bis der Bagger eingesetzt wird, arbeitete bereits am Dienstag das technische Hilfswerk in unmittelbarer Nähe zur Unfallstelle. Die Einsatzkräfte bauten eine Hilfsbrücke, die es dann ermöglichen soll, dass die an der Bergung beteiligten Arbeiter trockenen Fußes die Murg überqueren können.

Und nicht nur das: Um die Arbeiten zu erleichtern – und möglicherweise um auch später den Zugang zur Brücke zu gewährleisten – legten die Einsatzkräfte sogar eine Behelftreppe an, die in einen Steilhang gegraben und befestigt wurde.

Nicht in Lebensgefahr

Am Dienstag gab es aber nicht nur Neuigkeiten in Bezug auf die geplante Bergung. Denn die AVG gab auf Anfrage unserer Redaktion noch eine wichtige Information bekannt, die aufatmen lässt. Demnach wurde der Baggerfahrer bei dem Unfall zwar schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt und schwebt daher auch nicht in Lebensgefahr.