Nachdem die ZDF-Fahndungssendung über den Mord an Bernhard Benz berichtete, haben sich mehrere Bürger bei der Kripo gemeldet.
In den vergangenen Tagen und seit der Sendung seien bislang rund 25 Hinweise über ein eigens geschaltetes Telefon sowie weitere Kanäle eingegangen, hat die Polizei mitgeteilt. Sie umfassen demnach unter anderem Hinweise auf Personen und Zeugen, die von der Polizei bisher nicht befragt wurde und möglicherweise zur Klärung der Tat beitragen können. „Die neu eingegangenen Hinweise werden sowohl einzeln als auch im Gesamtzusammenhang bewertet“, heißt es von der Polizei. Parallel dazu würden die kriminaltechnischen Untersuchungen fortgeführt.
„Die Kriminalpolizei bedankt sich ausdrücklich für die Bereitschaft zur Mithilfe“, heißt es. Gleichzeitig bitten die Ermittler weiterhin um Unterstützung – konkret bei diesen Fragen: Wer kann weitere Angaben zu den Bewegungen von Dr. Bernhard Benz am Abend des 21. Januar 2000 machen? Wer hat im Bereich des Lahrer Bahnhofs oder der Römerstraße relevante Beobachtungen gemacht? Wer kann Hinweise zu bislang nicht aufgefundenen persönlichen Gegenständen des Opfers geben? Wer verfügt über Informationen aus dem damaligen beruflichen oder privaten Umfeld des Getöteten, die bislang nicht mitgeteilt wurden?
Die Polizei bittet darum, auch weiterhin persönliches Wissen mitzuteilen. Diese werden nach wie vor unter Telefon 0781/21 28 20 sowie über das eingerichtete Hinweistelefon 0781/21 69 00 entgegengenommen. Für Hinweise, die zur Ermittlung oder Ergreifung des Täters führen, sei weiterhin eine Belohnung von bis zu 3.000 Euro ausgesetzt.
Bernhard Benz, Narkosearzt am Lahrer Herzzentrum, wurde am Abend des 21. Januar 2000 mutmaßlich in der Nähe des Lahrer Bahnhofs erwürgt. Sein Leichnam wurde kurz danach ein paar hundert Meter entfernt auf einem Rasenstück neben der Römerstraße gefunden. Die entscheidende Frage der Polizei lautet: Zu wem war Benz am 21. Januar nach seinem Feierabend im Herzzentrum ins Auto gestiegen, um sich zum Lahrer Bahnhof fahren zu lassen?