Weil Kandern bei der ersten Förderrunde leer ausging, wurde der Beschluss erneuert. Außerdem ging es im Rat um ein Rauchverbot im gesamten Bad und um ein DLRG-Großevent.
Beim Kanderner Freibad stehen einerseits sehr bald, andererseits auch mittel- und langfristig wichtige Themen an.
Im Gemeinderat ging es um die Zukunft der Anlage, neue gesetzliche Regeln und ein großes Rettungsschwimmer-Event der DLRG.
Sanierung bleibt Thema
Eine Sanierung und Modernisierung des Freibads wird in den kommenden Jahren unumgänglich sein, jedoch teilte Bürgermeisterin Simone Penner im Gemeinderat mit, dass die Stadt Kandern bei der „Sanierung kommunaler Sportstätten 2025“ nicht berücksichtigt wurde.
Kämmerer Benedikt Merkel erklärte, dass bundesweit zahlreiche Bäder sanierungsbedürftig seien. Entsprechend groß sei die Konkurrenz um Fördermittel. Man hoffe deshalb, bei der nächsten Runde zum Zug zu kommen.
Mittlerweile hat der Bund mit dem neu aufgelegten Projekt „Sanierung kommunaler Sportstätten 2026 – Schwimmbäder“ erneut Fördermittel zur Verfügung gestellt und die Gemeindeverwaltung möchte „an der Interessenbekundung für eine Förderung festhalten“, wie Bauamtsleiterin Judita Kovac im Rat mitteilte.
Deshalb soll Kandern erneut für das Bundesförderprogramm angemeldet werden. „Insbesondere bestehen Handlungsbedarfe bei der Barrierefreiheit, der technischen Infrastruktur, der Energieversorgung sowie bei einzelnen Beckenanlagen“, heißt es in der Beschlussvorlage. Für die Bewerbung sei aber ein erneuter Beschluss des Rats notwendig. Der Gemeinderat fasste diesen einstimmig.
Durch die Teilnahme entstehen zunächst keine unmittelbaren Kosten. Bei einer bewilligten Förderung zahlt der Bund bis zu 45 Prozent der Ausgaben, der kommunale Anteil beträgt mindestens 55 Prozent.
Landesmeisterschaften der Rettungsschwimmer
Ein sportliches Großereignis steht dem Freibad in diesem Jahr bevor: Vom 19. bis 21. Juni finden in Kandern die 48. Badischen Meisterschaften im Rettungsschwimmen statt.
Zu der Traditionsveranstaltung erwartet der DLRG-Landesverband Baden mehrere hundert Rettungsschwimmer, die in Einzel- und Mannschaftswettbewerben gegeneinander antreten werden. Dazu kommen laut Mitteilung des Verbands zahlreiche freiwillige Helfer und Offizielle. Auch Übernachtungen sind in Kandern geplant. Die Schule soll dabei als Unterkunftsort dienen, ließ Simone Penner wissen. Weitere Einzelheiten sollen in Kürze mitgeteilt werden.
Erst einmal komplettes Rauchverbot
Ab dem 1. Juni ändern sich zudem die Regeln zum Rauchen im Freibad. Hintergrund ist das neue Nichtraucherschutzgesetz in Baden-Württemberg. Demnach gilt in Freibädern künftig grundsätzlich ein Rauchverbot. Rauchen ist nur noch in gekennzeichneten Raucherzonen erlaubt.
In Kandern wird es solche Bereiche allerdings zunächst noch nicht geben. Erst in der nächsten Ratssitzung Mitte Juni soll ein entsprechendes Konzept vorgestellt werden. Bis dahin werde es deshalb ein generelles Rauchverbot im Freibad geben, sagte Penner.
Auf die Frage aus dem Gemeinderat, wie dies beim Kiosk gehandhabt werde, erklärte die Bürgermeisterin, das müsse der Betreiber eigenverantwortlich regeln. Generell brauche es aber auch dort klar ausgewiesene Raucherzonen.