Die Damen von der Schutter waren am Samstag auf dem Weg zum Auswärtsspiel in March, als sich ein schwerer Verkehrsunfall auf der Autobahn ereignete.
MARCH. Landesliga, Damen: TSV March - SG Scutro abgesagt. Aufgrund eines Falls von höherer Gewalt musste die Begegnung des Schlusslichts gegen den Primus am Samstagabend kurzfristig abgesagt werden. „Wir waren gerade auf der Fahrt nach March, als es zu einem schweren Unfall auf der A 5 kam. Eines unserer Autos konnte noch passieren, der Rest nicht mehr. Uns ist zum Glück nichts passiert, aber infolge des Unfallgeschehens kam es zu einer Vollsperrung der Autobahn“, berichtete Scutros Trainer Oliver Kronenwitter im Gespräch am Samstagabend.
Als spielfähig hätten die Gäste laut Regelwerk gegolten, wenn sie eine Torfrau plus fünf Spielerinnen hätten stellen können – was aber nicht der Fall war. Daher wurde die Begegnung in Absprache ohne offizielle Wertung abgesagt.
„Es muss jetzt erst einmal eine Stellungnahme an die Staffelleitung ergehen. Danach wird das Schiedsgericht entscheiden, wie weiter verfahren werden soll“, führte Kronenwitter nach einem kurzen Austausch mit Verantwortlichen des TSV March aus. Im Normalfall müsste March der SG Scutro einen Ersatztermin nennen, an dem dann gespielt werden müsste. „Problematisch könnte werden, dass nicht mehr so viele Möglichkeiten bis Saisonende bestehen. Wir müssen abwarten. Spekulieren bringt jetzt schlicht gar nichts“, so der SG-Trainer abschließend.
WALDKIRCH. Landesliga, Damen: SG Waldkirch/Denzlingen - TuS Altenheim 22:22 (11:12). Auch die TuS-Handballerinnen waren am Samstag auf der Hinfahrt zum Auswärtsspiel bei der SG Waldkirch/Denzlingen mit jener Geisterfahrt konfrontiert, die den schweren Unfall auf der A 5 verursachte. Die psychische Belastung durch das Erlebte wollte Trainer Lukas Schade nach dem Spiel zwar nicht explizit als Faktor anführen. Gänzlich herunterspielen wollte er sie andererseits aber auch nicht.
Die ersten 30 Minuten der Begegnung verliefen vor vielen Zuschauern meist ausgeglichen, wobei sich die Gäste aus der Ortenau sowohl beim 3:5 in Minute 14 als auch beim 6:9 in Minute 26 klarere Vorteile verschafften. „Wir waren drei bis vier Mal in dieser Partie in Situationen, wo wir es leider verpassen, noch mehr wegzuziehen. Dabei haben wir uns eine echte Chance entgehen lassen“, bedauerte Schade. Der Vorsprung sank zum Seitenwechsel auf einen minimalen Stand.
Im Gegensatz zum ersten Abschnitt entwickelte sich die zweite Halbzeit auf einem ausgeglichenen Niveau. Nochmals ging Altenheim in Führung, doch Waldkirch ließ sich nie vollkommen abschütteln. „Gleichzeitig hat man beiden Mannschaften mit zunehmender Spieldauer deutlich angemerkt, dass sie etwas zu verlieren hatten“, skizzierte der Gästecoach.
Über 16:16 in Minute 41 ließen sich beide Mannschaften nicht mehr aus dem Blick und gelangten über das 20:20 in Minute 49 und weiter zurückgehender Risikobereitschaft in den Schlussminuten auch nach 60 Minuten zu einer Punkteteilung. „Ich war mit vielem einverstanden, wie die Mannschaft Situationen aufgelöst hat. Allerdings war die SG der heimliche Sieger dieses Spiels, weil sie nun vor uns bleiben wird. Wir haben noch zwei wichtige Spiele und aus beiden müssen wir etwas mitnehmen. Das wird schwierig und wir werden uns etwas einfallen lassen müssen“, war Schade am Samstagabend bewusst.
Altenheim: Teufel, Butterbach; Nautascher, Hörnig 1, Kießle, Heini, Boos 5/1, Sterner 4, Valha, Oertel 1, Jägle, Häß 5, Mannßhardt 3, Fahner, Kienzle 3.
FREIBURG. Landesliga, Damen: HSG Freiburg III - HSG Willstätt/Hanauerland 23:26 (11:13). Ihren ersten Auswärtssieg der Saison feierten die Hanauerländerinnen am Sonntag im Breisgau. Nach ausgeglichenen ersten zehn Minuten bis zum 4:4 gab die Mannschaft von Trainer Martin Valo trotz erheblichen Widerstands von Freiburger Seite die Führung nicht mehr ab und behauptete sich erfolgreich. „Es war ein hartes Stück Arbeit. Der Gegner wollte ebenso gewinnen wie wir. Da spielte die tabellarische Konstellation keine Rolle. Aber wir hatten immer die richtigen Lösungen parat. Vor allem die Abwehr-Mentalität war heute ganz anders als im vorangegangenen Spiel“, hob Trainer Valo hervor.
Die Abstände waren beständig eng. Nach dem 5:7 in Minute 19 kamen die Gastgeberinnen beim 9:10 in Minute 23 näher auf. Doch in den entscheidenden Momenten legte Willstätt immer wieder aufs Neue nach und schaffte zur Pause so eine Führung von zwei Treffern.
Psychologisch wichtig war, dass die Begegnung unmittelbar nach Wiederanpfiff nicht kippte. „Wir waren heute gerade im defensiven Bereich besser. Man hat diese Mentalität speziell bei abprallenden Bällen gespürt. Hier war der unbedingte Wille vorhanden, diese Bälle nicht verloren zu geben, immer weiter zu gehen“, lobte Valo.
Nach dem 17:19 in Minute 48 und 20:22 fünf Minuten vor Schluss versuchte Freiburg nochmals alles, unter anderem mit Auszeit und offensivem Risiko. Doch Willstätt/Hanauerland behielt seine Ruhe, auch wenn im Kader allein drei B-Jugendliche mit 16 Jahren aktiv waren. „Respekt vor der Mannschaft, wie sie mit dieser Situation umgegangen ist und sich selbst für eine geschlossene Leistung belohnt hat“, freute sich Valo. Auch wenn offensiv nicht fehlerfrei agiert wurde, gab die starke Defensivvorstellung den Ausschlag zum Sieg.
Willstätt/Hanauerland: Güner; Baldner 3, Christeleit 3, E. Joner 6, Bühler, Bechtold 5/2, Sasse 3, Stahl, C. Joner 6, Schwörer, Kambou, Britz.