Der Vorstand (v.l.n.r.): Annette Windhausen, Peter Wenner, Stefan Kaiser, Manfred Schemmelmann und Karina Radomsky Foto: Eva Althof

Der NABU Lörrach zog kürzlich bei seiner Mitgliederversammlung eine positive Bilanz. Zahlreiche Projekte und ein großer ehrenamtlicher Einsatz prägten das vergangene Jahr.

Mehr als 1500 Stunden freiwilliger Arbeit investierten die Aktiven und brachten damit den Naturschutz in der Region spürbar voran, teilen die Verantwortlichen mit.

 

Ein wichtiger Schwerpunkt lag auf dem Schutz heimischer Vogelarten. Besonders erfolgreich verlief 2025 die Betreuung der Steinkauzröhren: Mit 43 Jungvögeln wurden deutlich mehr Tiere flügge als in den Jahren zuvor. Auch für Alpen- und Mauersegler engagierte sich der NABU – unter anderem wurden 28 neue Brutkästen an der Stadtkirche Lörrach angebracht. Ergänzend dazu beobachteten und erfassten verschiedene Teams regelmäßig Bestände von Kleineulen und Rotmilanen im Biosphärengebiet Schwarzwald.

Stabile Bestände

Die Bestände des Rotmilans sind über die vergangenen Jahre stabil. Bei den Kleineulen gibt es je nach Art unterschiedliche Tendenzen. Die Ergebnisse der winterlichen Wasservogelzählungen zeigen einen rückläufigen Trend.

Neben dem Vogelschutz spielt auch der Schutz von Amphibien eine zentrale Rolle beim NABU Lörrach. Arten wie die Geburtshelfer- und Kreuzkröte profitieren von der intensiven Betreuung: Inzwischen pflegen die NABU-Freiwilligen auf 15 Grundstücken in der Region 30 Teiche – mit erfreulichen Entwicklungen der Bestände, heißt es weiter.

Weitere Schwerpunkte im Jahr 2025 waren das Projekt „Natur nah dran“ in Binzen , die Bekämpfung invasiver Arten wie des Staudenknöterichs sowie die Pflege und Erhalt von Streuobstwiesen in Zusammenarbeit mit dem TRUZ und der Fachwartvereinigung Markgräflerland.

Jugend engagiert sich

Auch die Arbeit des NAJU – die Jugendorganisation des NABU – hatte durchweg positive Resonanz: Zahlreiche Kinder und Jugendliche nahmen an regelmäßigen Gruppentreffen sowie an Exkursionen teil, darunter eine Biberspurenwanderung, eine Steinkauzberingung und eine Bachexkursion.

Eine Neuerung gab es an der Spitze des mittlerweile rund 3500 Mitglieder zählenden Vereins: Nach vier Jahren aktiver Mitarbeit im Vorstand wechselt Eva Althof zum NABU Görwihl. Für sie rückt Karina Radomsky ins Vorstandsteam nach. Die 54-Jährige ist seit 21 Jahren NABU-Mitglied. „Mich fasziniert die Partnerschaft von Pflanzen und Tieren, und ich setze mich dafür ein, dass Gärten und Grünflächen naturnah und artenreich gestaltet werden. Besonders wichtig ist mir, Kinder und Jugendliche für die Natur zu begeistern und Projekte für bunte, insektenfreundliche Gärten anzustoßen“, erklärte Radomsky.

Zum Abschluss der Veranstaltungen bekamen die NABU-Mitglieder Informationen über die Fledermäuse im Landkreis Lörrach. Claudia Salach vom Landratsamt Lörrach ging bei ihrem Gastvortrag besonders auf das Große Mausohr und das Braune Langohr ein, die sehr unterschiedliche Ansprüche an ihren Lebensraum besitzen. „Auch für Fledermäuse sind die für die Artenvielfalt wichtigen Streuobstwiesen von grosser Bedeutung und daher schätzen wir die Arbeit des NABU zu deren Erhalt und Pflege sehr», bemerkt Claudia Salach.

Fledermaus im Fokus

Alle, die sich für Fledermäuse interessieren, können sich schon auf die Fledermausnacht am 17. Juni (Veranstaltung des Schwarzwaldvereins Lörrach) freuen, sowie auf viele NABU-Veranstaltungen im laufenden Jahr. „Wir freuen uns schon auf rege Beteiligung bei unseren vielfältigen Exkursionen“, sagt Vorstandsmitglied Peter Wenner. Interessierte können sich die Vogelstimmenexkursion auf der Hohe Flum am 18. April sowie die Veranstaltung „Nächtliche Stimmen des Markgräflerlands“ am 8. Mai in Binzen vormerken. Am 25. April bietet der NABU einen Termin zur Biotoppflege in Binzen an – ein wichtiger Beitrag zur Schaffung von Lebensräumen für seltene Arten.

Weitere Infos zu den Veranstaltungen und zur Mitgliederversammlung gibt es unter www.nabu-loerrach.de.