Die Naturschützer führten in diesem Jahr ihre Artenschutzprojekte weiter.
Für die erhoffte Wiederansiedlung des Steinkauzes im Raum Hechingen sollen zwölf zusätzliche Nisthilfen aufgehängt werden: Sechs in der Lauchhalde bei Stein und sechs in der Winterhalde bei Bechtoldsweiler. Damit erhöht sich Gesamtzahl auf 50 Steinkauzröhren.
Im Feilbachtal, im Streuobstgebiet „Breite“ und bei Schlatt soll die Fledermauspopulation gestärkt werden. Insgesamt drei Fledermaustürme werden dort stehen.
Für die Stärkung der Kreuzotterpopulation im Killertal wurden mehrerer Geröllhaufen als Lebensraum aufgeschüttet und zwei Winterquartiere gebaut. Nun sollen auch noch flache Klein- und Kleinstgewässer als Laichbiotope für Grasfrösche und Molche entstehen. Diese sind die bevorzugte Nahrung dieser Schlangen, vor allem der jungen Kreuzottern.
Dies alles soll noch in diesem Jahr über die Bühne gehen. Ausnahme davon sind die Fledermausstelen, von denen zunächst nur eine gebaut wird.
Die Hechinger Nabu-Gruppe hat auch über einen Bericht zur Böschungspflege diskutiert. Bei dieser hatte die Straßenbauverwaltung Straßenrändern und -böschungen einen ökologischen Mehrwert rundweg abgesprochen hat.
Dies sieht man bei den Naturschützern anders: Eine differenzierte Betrachtung und Pflege sei angebracht. Das will man mit dem Landratsamt besprechen.
Beim ersten Monatstreffen nach der Sommerpause sprachen die Mitglieder weiter über die aktuellen Entwicklungen beim Klima mit langen Hitzeperioden und verheerenden Waldbränden. In einem Interview mit dem Naturschutzbund hat der bekannte Meteorologe Karsten Schwanke kürzlich erklärt: „Das ist die Klimakrise – und zwar ganz deutlich.“
Er erwartet in Zukunft aufgrund der weiter steigenden Treibhausgasemissionen noch mehr Hitze, Starkregen und weitere Auswirkungen der Klimakrise. Da diese Einschätzung von seriösen Experten geteilt wird, sollten „Politik, Wirtschaft und Gesellschaft endlich die notwendigen Konsequenzen ziehen“, appellieren die Hechinger Naturschützer an Entscheidungsträger und Mitbürger.