Bei der Stunde der Wintervögel wurden weniger Amseln beobachtet. Foto: Oliver Berg/dpa/Oliver Berg

Etwas weniger Vögel als im Vorjahr haben sich am zweiten Januarwochenende bei der „Stunde der Wintervögel“ blicken lassen.

Knapp 122 000 Menschen, darunter auch Mitglieder des NABU Eutingen, haben sich deutschlandweit eine Stunde lang der Beobachtung der Vögel gewidmet, die gesichtet werden konnten.

 

Auffällig ist, was auch in Eutingen festgestellt wurde, dass deutlich weniger Amseln gesichtet wurden. Ein Minus von 18 Prozent im Vergleich zu 2024. „Im vergangenen Sommer wurden uns viele kranke und tote Amseln gemeldet, die im Verdacht standen, mit dem Usutu-Virus infiziert gewesen zu sein. Das könnte dazu geführt haben, dass zur Vogelzählung weniger Amseln zu sehen waren“, so NABU-Vogelschutz-Experte Martin Rümmler.

Auch Spatzenarten lassen sich weniger blicken

Auch die beiden Spatzenarten ließen sich seltener blicken: Haussperling und Feldsperling liegen beide deutlich unter den Meldungen des Vorjahres. „Feldsperlinge gehören schon länger zu den Sorgenkindern, deren Bestände in den letzten Jahren regional deutlich abgenommen haben. Aber auch der Haussperling kämpft trotz seines ersten Rangs auf der Liste der häufigsten Wintervögel zunehmend mit den Konsequenzen städtebaulicher Maßnahmen. Als Gebäudebrüter ist er auf Nischen und Spalten angewiesen, die bei Sanierungen oft geschlossen werden.“

Kohl- und Blaumeisen, die wie die Spatzenarten zu den häufigsten Gästen an den Futterstellen gehören, machten sich ebenfalls etwas rarer. Die geringeren Meldezahlen sind vermutlich den bisher milden Temperaturen geschuldet und bewegen sich im Rahmen der letzten Jahre.

Größere Dynamik der Vogelwelt im Winter

Sie spiegeln laut Nabu gut die größere Dynamik der Vogelwelt im Winter wider, die bei ausreichend Nahrung und wenig Kälte öfter auch den Gärten und Futterstellen fernbleiben.