Das Grundstück ist noch von Absperrzäunen umgeben, ansonsten ist die Baustelle an der Ecke zwischen Mutzenbühl- und Lessingstraße weg. Foto: Mareike Kratt

Neuigkeiten aus der Mutzenbühlstraße in Schwenningen: Die Brandruine ist jetzt endgültig abgerissen – und das hat auch Auswirkungen auf den Durchgangsverkehr.

Die Odyssee rund um das vor mehr als drei Jahren vom Brand zerstörte Haus an der Ecke zwischen Mutzenbühl- und Lessingstraße könnte endlich beendet sein – eigentlich.

 

Denn nachdem rund um das Grundstück Bauschutt, Müll und Container, die eine Durchfahrt der Straßen im Kreuzungsbereich für drei Jahre unmöglich gemacht hatten, im Sommer weggeräumt und die Straßen für den öffentlichen Verkehr wieder frei waren, ging es der Brandruine in den vergangenen Wochen endgültig an den Kragen.

Schandfleck weg

Damit aber der Schandfleck – so hatten auch Anwohner den Status Quo im Kreuzungsbereich zwischenzeitlich tituliert – endlich abgerissen werden konnte, musste wiederum die Straße gesperrt werden.

Doch wie Abriss und Sperrung letztendlich ablaufen sollten, war auch der Stadt nicht ganz klar – wurde zunächst nämlich nur das Gebäude bis auf den Kellerunterbau und Fragmente des Erdgeschosses abgerissen und die Abrissbagger Mitte November wieder entfernt, während die Straße aber immer noch gesperrt war. Die ausführende Firma hatte laut Stadt die verkehrsrechtliche Anordnung für die Abbrucharbeiten zunächst für rund einen Monat, vom 31. Oktober bis 28. November, beantragt.

Bauzäune bleiben

In der vergangenen ersten Dezemberwoche waren wiederum Abrissbagger auf der Baustelle zu erkennen, die die restlichen Gebäudeteile zunichte gemacht haben. Inzwischen sind die Bagger wieder weg, die Baustelle ist weggeräumt – das große Loch, das auf dem Eckgrundstück entstanden ist, allerdings weiterhin mit Bauzäunen eingerüstet.

Gute Nachrichten damit erst einmal für alle Autofahrer: Die Sperrung ist seit ein paar Tagen aufgehoben und die Straße wieder einwandfrei passierbar.

Erinnerungen an 2021

Kann das Thema Brand in der Mutzenbühl- und Lessingstraße also endgültig ad acta gelegt werden? Bisher hing es nämlich wie ein Damoklesschwert über den beiden Straßen. Denn nicht nur im Jahr 2022 hatte es dort gebrannt – neben dem Eckhaus wurde übrigens auch das Mehrfamilienhaus daneben zerstört –, sondern bereits ein Jahr zuvor, als im Kreuzungsbereich schräg gegenüber ein Feuer im dortigen Eckhaus gewütet hatte. Beide Male mit verheerenden Folgen: Es gab Verletzte und die Mehrfamilienhäuser wurden unbewohnbar gemacht.

Und auch beim Brand im April 2021 ist das Prozedere um den Abriss zu einer Odyssee geworden: Das Bewilligungsverfahren hatte sich – ähnlich wie bei der zweiten Brandruine – aufgrund fehlender Unterlagen hingezogen, so dass das Haus erst rund ein Jahr später dem Erdboden gleich gemacht werden konnte. Solange war auch dieser Straßenbereich gesperrt.

Wie geht’s weiter?

Wie es mit den beiden brach liegenden Grundstücken jetzt weitergeht, ist unklar. Laut Stadt ist für das jüngst abgebrochene Haus ein Wiederaufbau geplant. Doch beim Blick Richtung Grundstück vis-à-vis könnte es noch dauern: Darauf hatte der verantwortliche Eigentümer nach Aussagen aus dem Jahr 2022 ebenso ein neues Mehrfamilienhaus geplant – realisiert ist bisher noch nichts.