Die Blasmusikklänge hatten bei herrlichem Frühsommerwetter viele Gäste in den Schulhof gelockt. Foto: Beiter

Musik lag am Sonntag in Rangendingen und Bietenhausen in der Luft. Die beiden Musikvereine hatten morgens zum Frühschoppen und nachmittags zum Frühlingskaffee eingeladen.

Rangendingen - Dass Musik die Menschen verbindet und ganz besonders nach den zwei Jahren Corona-Pause auch wieder begeistert war bei den Platzkonzerten auf dem Brechplatz und im Schulhof deutlich zu spüren. Die Auftritte waren gut besucht. Auf den Notenständer der Musikanten kamen bei dieser Gelegenheit die Fest- und Unterhaltungsmusikmappen – also Blasmusikstücke, mit denen die Besucher bei einem solchen Frühjahrskonzertchen in die richtige Stimmung kommen.

Das Wetter mit frühsommerlich warmen Temperaturen und Sonnenschein pur tat sein Übriges. Vor allem am Nachmitttag war es so warm, dass Musiker wie Gäste den Schatten suchten. Die einen an den Tischen unter den Sonnenschirmen, die anderen unter den nagelneu gerichteten Arkaden des Schulhofs.

Gleichwohl waren natürlich auch die Musikanten der Kapellen "heiß" darauf, endlich einmal wieder vor Publikum spielen zu können. Für die Motivation der Musiker sei ein Ziel, auf welches hin geprobt werden könne, enorm wichtig, so Uta Schoder vom Musikverein Rangendingen. Auch wenn natürlich der Nachmittagsauftritt auf dem Schulhof nicht mit einem klassischen Platzkonzert und einer gehobeneren Literatur zu vergleichen sei.

Nach der Fasnet hatten die Rangendinger mit ihrem Dirigenten Arno Hermann wieder mit der Probenarbeit begonnen. Ein Open-Air-Konzert wie in den vergangenen Jahren werde es keines geben, so Schoder. Dafür sei nun relativ kurzfristig dieser Termin entstanden. Denn nach der langen Pause während mehrerer Corona-Lockdowns gäbe es eigeltlich für alle Orchesterein ein großes Ziel – nd das heiße: "Spielen, spielen, spielen."

Holger Eggenweiler und Philipp Beuter vom Musikverein Bietenhausen sahen das ähnlich. "Wir freuen uns riesig, nach so langer Auszeit endlich wieder auftreten zu dürfen", so Eggenweiler. 2019 waren die Bietenhausener Musikanten letztmals zusammen als Kapelle aufgetreten. Und auch ein Stelldichein mit Bewirtung hatte es in Bietenhausen lange nicht mehr gegeben, so Beuter.

Für die Bietenhausener Musikanten war der Sonntagsfrühschoppen deshalb ein perfekter Auftakt für ein "hoffentlich wieder normales Jahr", wie Philipp Beuter meinte. Seit März wird auch beim MVB wieder regelmäßig geprobt. Jetzt gelte es erst einmal, wieder "Fuß und Tritt zu fassen", nennt Dirigent Oliver Simmendinger die größte Aufgabe für die kommenden Monate. Doch die Stimmung in der Kapelle sei gut. "Alle sind hochmotiviert", lobte der Dirigent.

Auch der Vorsitzende Philipp Beuter ist zufrieden mit dem Zusammenhalt im Verein. "Da hat wegen Corona wirklich nichts gelitten", ist von ihm zu erfahren. Und das ist auch gut so, denn schon in vier Wochen steht mit der Pfarrgartenhockete am 11. und 12. Juni ein großes Fest für den Musikverein an. Anstatt des traditionellen Weihnachtskonzerts planen die Musiker dann erstmals ein Herbstkonzert im September.