Die Kapellen hatten zum Filmmusik-Abend eingeladen. Foto: /Wolff

Der Musikverein Salmendingen veranstaltete am Samstagabend sein Jahresabschlusskonzert in der Kornbühlhalle. Dabei erwartete die Besucher ein modern interpretierter Filmmusikabend, der die Besucher mit vorweihnachtlicher Stimmung entlassen hat.

Schon beim Einstieg in das Konzert, wurde klar, dass dieser Abend kein klassisches Marschmusikkonzert werden wird. Die Jugendkapelle Ringingen/Salmendingen, eröffnete mit der epischen Titelmelodie von „Game of Thrones”, einer amerikanischen Fantasy-Serie, die an das europäische Mittelalter angelehnt ist. Unter der Leitung von Robert Nadler spielten die 19 Nachwuchsmusiker zudem weitere Filmmusik aus Fantasy-Klassikern. Darunter „Die Mumie” und „Carpe Diem”. Kornbühlmusikantin Aylin Straubinger führte durch diesen ersten Konzertteil, gespickt mit Informationen zu den jeweiligen Filmen.

Mit Freude verkündete die Jugendkapelle auch, dass sie in diesem Jahr acht neue Musiker in ihren Reihen begrüßen durften.

Nach einer kurzen Umbaupause übernahmen die Kornbühlmusikanten Salmendingen die Bühne. Unter der Leitung von Klaus Endress und moderiert von der Saxofonistin Tina Hönes starteten die Salmendinger Musiker ihre tongewaltige und abwechslungsreiche Show.

Von Pasadena bis zum Mount Everest

Den Beginn machten sie mit dem Stück „Pasadena” komponiert von Jacob de Haan. Die Hollywood Serie „Big Bang Theory“, die in Pasadena spielt, diente als Aufhänger und baute die Brücke zu den Stücken der Jugendkapelle. Dann ging die Musikalische Reise weiter, von den USA bis auf das Dach der Welt. „Mount Everest” von Rossano Galante nahm die Zuhörer mit auf eine Tour zum höchsten Gipfel der Welt. Durch treibende Rhythmen, führende Holzbläser und dem Klang von Glitzer überzeugten die Musiker mit fröhlich spannenden und dennoch mystischen Klängen.

Wieder zurück nach Hollywood führte das Stück „Home Alone” von John Williams. Das musikalische Pendant zum Weihnachtsklassiker „Kevin allein zu Haus”. Dabei kann man die Szenen des Films förmlich vor dem inneren Auge sehen. Lustig, ernst, tollpatschig und schadenfroh führten die Klänge der Kapelle die Besucher in die Pause, in der auch die diesjährigen Ehrungen stattfanden.

Amerikanisches Kuriositätenquartett

Nach der Pause sorgte eine Komposition von Peter Leitner für berührende Momente. Die Blasmusik Popballade „My Dream”, gespielt von David Ott auf dem Flügelhorn. Darauf folgte ein Ausflug in das Showbusiness mit Musik von „The Greatest Showman”. Das von Paul Murtha arrangierte Stück, das auf dem Hit „Never Enough” aufbaut, riss das Publikum mit und brachte das amerikanische Kuriosenquartett des Films, auf die Salmendinger Bühne. Mit einem aggressiven schnellen Swing, voller belebender Klänge trumpfte danach „Super Frog” des Komponisten Marco Martoia auf.

Belebt durch die schnellen intensiven Stücke, gelang den Musikanten dann der schwenk in die Vorweihnachtszeit mit einem Weihnachtslieder Medley im Polkarhythmus der von Joachim Bock arrangiert wurde. Damit endete auch der offizielle Konzertteil. Unter kräftigem Applaus der Besucher, ließ man die Kapelle nicht ohne eine Zugabe von der Bühne. Gemeinsam mit dem Publikum spielten und sangen die Kornbühlmusikanten die Weihnachtslieder „Oh du fröhliche” und „In dunkler Nacht” und auf die Zugabe folgte eine Zu-Zugabe mit dem Flügelhorn Solo „My Dream”.

Die Geehrten. /Wolff

Musiker und Musikerinnen des Musikverein Salmendingen wurden an diesem Abend vom Blasmusikverband Baden-Württemberg für ihr langjähriges Mitwirken geehrt.

Das Ehrenzeichen in Bronze für zehn Jahre musikalische Tätigkeit bekam die jüngste im Klarinettenregister, Hanna Straubinger. Für die 20-jährige Aktivität im Verein, wurden Sandra Dreher und Martina Straubinger mit dem Ehrenzeichen in Silber ausgezeichnet. Das Ehrenzeichen in Gold für 30 Jahre aktive Mitgliedschaft ging an Andreas Baur, Alexander Steinhilber sowie an Patrick Straubinger. Michael Stopper wurde für 40 Jahre aktives Musizieren mit dem Ehrenzeichen in Gold mit Diamant geehrt. Zuletzt folgten die Förderernadel in Gold mit Diamant für Peter Straubinger, für 25 Jahre in der Vorstandschaft und das Dirigentenehrenzeichen in Gold mit Diamant für Klaus Endress der seit 30 Jahren als Dirigent tätig ist.