"Die Lausbuba" sprangen spontan ein und begeisterten das Publikum in Mötzingen. Foto: Geisel

Hoch her ging es zwei Tage bei der Schlossplatzhocketse in Mötzingen.

Mötzingen - Da kehren Leben und Stimmung auf dem Schlossplatz ein: Der Musikverein Mötzingen konnte vergangenes Wochenende nach der Corona-Zwangspause endlich wieder seine beliebte Schlossplatz-Hocketse veranstalten.

"Das ist ein hervorragendes Gefühl", sagt Wirtschaftsvorstand Heinz Landenberger nach zwei Tagen harter Arbeit für die rund 70 Helfer des Vereins, aber auch zwei gelungenen Festtagen mit vielen glücklichen Gästen.

Die Musiker waren zurück auf dem Schlossplatz – und mit ihnen zahlreiche Besucher, eine super Feststimmung und Begeisterung für das bunte, zweitägige Programm. In den Jahren 2020 und 2021 fiel das beliebte Fest der Pandemie zum Opfer. Dabei ist die Hocketse seit 2009, also seit der Einweihung des Schlossplatzes, eine feste Größe im Veranstaltungskalender der Gäugemeinde. Seither belebt der Musikverein auf diese Weise immer kurz nach den Sommerferien die Ortsmitte.

"Belebt" beschreibt auch gut den Eindruck, den Besucher am vergangenen Wochenende gehabt haben dürften. Bereits am Samstag freute sich der Musikverein über einen regelrechten Besucheransturm. Schon zur traditionellen Festeröffnung waren mehr Gäste gekommen als üblich, das Zelt schon zu etwa drei Vierteln voll.

Gastgeber stimmen ein

Die Gastgeber selbst stimmten unter Leitung von Dirigent Ralf Holzapfel mit traditioneller Blasmusik auf das Wochenende ein, während bereits die ersten Schlachtplatten über die Theke gingen. Mit nur zwei Schlägen stach Bürgermeister Marcel Hagenlocher das Fass an – der Abend konnte beginnen.

Nur wenig später sollte das Zelt "proppenvoll" sein, wie Heinz Landenberger treffend beschreibt. Dabei sah es kurz vor der Hocketse noch so aus, als gebe es kein Abendprogramm. Eigentlich sollte "Volle Patrone" das Zelt zum Beben bringen, doch die beiden Vollblutmusiker mussten kurzfristig absagen. Der Musikverein hatte allerdings Glück: "Die Lausbuba" sprangen spontan ein und begeisterten das Publikum. Mit Stimmungsmusik pur – natürlich zum Mitsingen – holten sie die Besucher auf die Bänke. Das Zelt war gut gefüllt, von der Bühne, vor der auch hin und wieder einige tanzten, bis nach hinten in die Cocktailbar.

Der Sonntag begann mit einem ebenfalls stärker als üblich besuchten ökumenischen Gottesdienst, geleitet von Pfarrer Stefan Taut. Im Anschluss spielten die Aktiven des Musikvereins Baisingen auf. Unter Leitung von Heidrun Watz-Krammer verbreitete die Kapelle heitere Stimmung im gemütlichen, beheizten Festzelt. Bei Mittagessen, Kaffee und Kuchen kehrte Gemütlichkeit ein, während langsam immer mehr Kinderlachen zu hören war. Das Kinderprogramm hatte begonnen und ließ die Herzen der Jungen und Mädchen höher schlagen.

Viel Applaus für Nachwuchskapelle

Viel Applaus gab es für den ersten öffentlichen Auftritt der Jugendkapelle Gäufelden/Mötzingen in der aktuellen Besetzung. Die rund zehn Jugendlichen spielen erst seit dem Frühjahr zusammen und meisterten – unter Leitung von Benjamin Gärtner – diese Herausforderung mit Bravour.

Schließlich klang das Wochenende so beschwingt aus, wie es begonnen hatte. Die Musketiere aus Oberschwandorf rundeten das Programm mit traditioneller Blasmusik ab. Das Publikum wollte die Kapelle um Dirigent Jochen Stübenrath kaum von der Bühne lassen. Lautstark forderten die Besucher mehrere Zugaben, welche die Musketiere natürlich gerne spielten bei so viel Begeisterung für die Blasmusik.