Sauberer Start: Johannes Schuler ist der neue Dirigent des Musikvereins Hart. Er durft Jahreskonzert die Zugaben dirigieren. Foto: Thomas Kost

Bei seinem ersten Auftritt am Dirigentenpult des MV Hart zeigte Johannes Schuler viel Energie. Wenn es so weitergeht, darf sich die Blaskapelle auf eine schöne gemeinsame Zeit freuen.

Beim Jahreskonzert am vergangenen Samstag übernahm der 48-Jährige von seinem Vorgänger Oliver Martini bei den Zugaben den Taktstock. Martini, ein gebürtiger Mühlener (bei Horb), der in Altheim lebt, war etwas mehr als fünf Jahre Dirigent in Hart.

 

Schuler durfte bei den beiden Zugaben, dem Fliegermarsch und dem österreichischen Weihnachtslied „Es wird scho glei dumpa“ seine Visitenkarte abgeben. Das tat er mit großer Souveränität und ohne eine Spur Nervosität.

Der Starzelner ist schon lange im Musikgeschäft

Kein Wunder: Der gebürtige Starzelner ist in Sachen Musik schon ein relativ alter Hase. Schon im Alter von 20 Jahren dirigierte Johannes Schuler sein erstes Blasorchester. Neben seinem 2021/2 aufgelösten Heimatverein MV Starzeln trägt auch der MV Hausen/Killer, seine Handschrift, siebeneinhalb Jahre dirigierte er die Feuerwehrkapelle aus Stetten am Kalten Markt sowie den Musikverein aus Königsheim im Landkreis Tuttlingen und zuletzt stand er zweieinhalb Jahre am Dirigentenpult des Musikvereins aus Frommern.

Der studierte Klarinettist ist überdies in der Ausbildung von Nachwuchsmusikanten aktiv. Seit 18 Jahren unterrichtet Schuler an der Kunst- und Musikschule in Böblingen und ist auch an Musikschulen im Zollernalbkreis.

Kessler: Neuer Dirigent passt perfekt zum MV Hart

März 2025 bekannt gegeben hatte, dass er den Musikverein Hart verlassen will, begann die Suche nach einem passenden Nachfolger. Und – wie der Zufall im Leben meistens so spielt – das Auge fiel auf Johannes Schuler, den der MVH-Mitvorsitzende Mathias Kessler aus gemeinsamen musikalischen Zeiten aus Killer kennt.

Schuler bewarb sich, und im Oktober fiel schließlich in den Reihen des Musikvereins Hart die Entscheidung für den Mann aus dem Killertal. „Wir hatten Riesenglück, jemand zu finden, der perfekt zu uns passt“, freute sich Kessler über die künftige Zusammenarbeit, als er den neuen Mann am Dirigentenstab beim Jahreskonzert in der Eichwaldhalle vorstellte.

Speck: Wenn das kein Grund ist, lange zu bleiben

Und damit der neue musikalische Leiter gleich Bescheid wusste, wo er gelandet ist, gab es zur Begrüßung gleich ein „Original Harter Speckvesper“ inklusive Vesperbrett. „Damit wollen wir dir einen Grund liefern, lange bei uns zu bleiben, denn so einen kulinarischen Genuss bekommst du nur in Hart und nur von uns Speckfressern“, meinte Kessler schmunzelnd.

Schuler nahm das Geschenk natürlich dankend entgegen. Dann betrat er zum ersten Mal die Bühne und legte mit dem Blasorchester los.

Jetzt kommt erst einmal die Weihnachtszeit, in der es etwas ruhiger wird. Aber die anstehenden Tage und Wochen will der neue Dirigent dafür nutzen, um eine Bestandsaufnahme von seinem neuen Team zu machen.