Das Aktivenorchester des Musikvereins Dotternhausen präsentierte beim Jubiläumskonzert erstmals seine neuen Uniformen. Foto: Klaus Kugler

Zum 145. Geburtstag beschenkte sich der Musikverein Dotternhausen selbst mit einem Festkonzert in der Festhalle und präsentierte erstmals die neuen Uniformen

Mit einem fulminanten Konzert zum 145-jährigen Bestehen beschenkte der Musikverein Dotternhausen am Samstag sich selbst und sein Publikum. Trotz seiner langjährigen Tradition ist der Verein mit seinen beiden Jugendkapellen und dem Aktivenorchester ein Beispiel dafür, wie jung, mitreißend und energiegeladen zeitgenössische Blasmusik in der Schlichemtalgemeinde gelebt wird.

 

Sinnbildlich für die Vereinsentwicklung präsentierte die Vorsitzende Nicole Wochner im zu Beginn eine schwungvolle Modenschau der bisherigen Uniformen und des Geburtstagsgeschenks für die Musikerinnen und Musiker: die mit Spannung erwartete und punktgenau fertiggestellte neue Uniform. Deren klassisch, schlichter Stil unterstreicht die zeitgenössische Philosophie des Orchesters und setzt durch individualisierte Krawatten und Halstücher besondere Akzente. Doch nicht nur das Jubiläum war Anlass für diese Großinvestition, die dank zahlreicher Spenden und die Unterstützung regionaler Unternehmen ermöglicht wurde. Da das Aktivenorchester mit mehr als 80 Musizierenden in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist – allein 2023 sind 13 Jugendliche hinzu gekommen – ist es auch mengenmäßig aus der bisherigen, 20 Jahre alten Uniform „herausgewachsen“.

Auch die Jugend begeistert

Den Programmauftakt machte die Jugendkapelle 2 unter der Leitung von Frank Schnell. Mit den Stücken „Abendsegen“ aus der Oper „Hänsel und Gretel“, „Indian River“ und „Aus der neuen Welt – Melodien aus Nordeuropa“ gelang es bereits den Jüngsten, das Publikum auf eine Fantasiereise mitzunehmen. Die Zugabe „Wellermann“ begeisterte nicht nur das Publikum, auch die jungen Musiker hatten sichtlich Spaß.

Mit dem Stück „Centuria“ setzte die Jugendkapelle 1, die seit September von Robin Nikol dirigiert wird, das Programm fort. Neben den mitreißenden Melodien der Filmmusik „The Lion King“ und des Michael-Jackson-Medleys „The King of Pop“ sorgten vor allem die Spielfreude und die Klangqualität der Nachwuchsmusikerinnen und -musiker für tosenden Beifall.

Junge Trompeter brillieren

Effektvoller Höhepunkt des ersten Konzertteils war „Mouthpiece Mania“, bei der acht junge Trompeterinnen und Trompeter allein auf ihren Mundstücken klassische Musikthemen mit Witz und Können interpretierten.

Nach der Pause hob Robin Nikol den Taktstock zur Ouvertüre “The Hounds of Spring” von Alfred Reed. Diese eröffnete spannungsgeladen, lebhaft und ausdrucksstark den Part des Aktivenorchesters. Anschließend zeichnete das Orchester mit dem Stück „Noah‘s Ark“ von Bert Appermont ein eindrucksvolles Klanggemälde der gleichnamigen biblischen Geschichte, bevor die einzigartige Filmmusik von John Williams zu „Jurassic Park“ im anspruchsvollen Arrangement von Paul Lavender mitreißend und emotional Dinosaurier zum Leben erweckte.

Die schönsten Hits von Coldplay

Mit den größten Hits von Coldplay in „Coldplay in Symphony“, arrangiert von Bert Appermont, und dem Konzertmarsch „Sympatria“ von Thomas Asanger verabschiedete sich das Orchester stimmungsvoll von einem sichtlich begeisterten Publikum, das seinerseits mit Standing Ovations gratulierte.

Im Namen der drei Vorstände bedankte sich Julius Krieg bei den musikalischen Leitern sowie bei Jule Ritter und Michael Menholz, die charmant durch den Abend führten.