Die Blockflötengruppe des Musikvereins Dormettingen begeistert Kinder seit fast 30 Jahren – und sorgt für musikalischen Nachwuchs.
Bevor die ersten hellen Flötentöne erklingen, braucht es zunächst etwas Geduld, bis sich die drei Mädchen für den Beginn des Unterrichts eingerichtet haben. Dann zeigt gleich eine kleine Schülerin, dass sie zu Hause fleißig geübt hat.
Die Blockflötengruppe des Musikvereins Dormettingen ist ein kleines – beziehungsweise großes – Erfolgsmodell. In Zeiten, in denen die Jugendarbeit für viele Vereine immer mehr zur Herausforderung wird, ist man in Dormettingen stolz darauf, immer wieder Kinder an die Musik und später an den Verein heranzuführen.
Seit fast 30 Jahren versuchen alle Beteiligten, den Spaß an der Musik an die nächste Generation weiterzugeben. Jugendleiterin Ute Brenner erinnert sich, dass sie damals mit anderen Müttern begonnen hat, die Kleinsten an der Blockflöte zu unterrichten.
Blockflöte das erste Instrument
„Mir war lange nicht bewusst, was für ein Glück wir mit unserem Nachwuchs haben“, erzählt sie stolz. Viele Musiker des Vereins – insbesondere der Jugendkapelle – hätten als erstes Instrument die Blockflöte in dieser Gruppe erlernt.
Die zehn bis zwölf Kinder werden in kleinen Gruppen von zwei bis drei Teilnehmenden unterrichtet. Die Leiter sind Nina Pfaff, Josua Haile und Johannes Beck, die selbst Mitglieder der Jugendkapelle sind.
Anmeldungen sind noch möglich
„Ich halte mich da eher zurück und bin für die Organisation zuständig“, sagt Brenner. Sie ist auch für die Elternabende verantwortlich, die jedes Jahr stattfinden, bevor neue Kinder beginnen. Interessierte dürfen sich noch bei ihr anmelden; der nächste Elternabend findet Ende des Monats statt.
Ihr Können dürfen die kleinen Blockflötenspieler bei verschiedenen Auftritten und Konzerten unter Beweis stellen – zum Beispiel beim Drachenfest. In der Adventszeit ist zudem ein kleiner Auftritt vor Eltern und Geschwistern geplant.
Mentoren sind Idole für die Kleinen
Die drei 19-Jährigen, die die Gruppen leiten, werden selbst zu Vorbildern für die jungen Musiker. „So war das schon immer“, berichtet Brenner. „Wir hatten eine Zeit lang einen Überschuss an Saxofonen“, schmunzelt sie, „weil alle das gleiche Instrument wie ihr Vorbild lernen wollten“.
„Die Blockflöte ist eine perfekte Basis, um ein Gespür für das Gehör und den Rhythmus zu entwickeln“, sagt Josua Haile. Ihn freue es besonders, wenn er hört, dass ehemalige Schüler sich in der dritten oder vierten Klasse für die Bläserklasse an der Schlossbergschule in Dotternhausen entscheiden. Diese Kooperation sei eine weitere Stütze der Jugendarbeit des Vereins.
„Miteinander und füreinander“ – das wolle man den Kindern vermitteln, betont Brenner. Und das klappe immer wieder beeindruckend gut: So entstünden Freundschaften, die weit über die Musik hinausgehen. So werde eine alte Tradition am Leben erhalten, in der sich die jungen Musiker gegenseitig zum Geburtstag um Mitternacht ein Ständchen spielen.