Unter dem Motto „Sternenglanz und Winterzauber“ gingen die Musikkapelle Bitz und ihre vielen Konzertgäste in der Festhalle am Samstagabend auf eine magische Reise mit geliebten Weihnachtsklassikern und anderen musikalischen Höhenflügen.
Das diesjährige Winterkonzert der Musikkapelle Bitz begegnete der Sehnsucht der Menschen nach gemeinsamen Erlebnissen und fing die einzigartige Stimmung zur Adventszeit mit einem facettenreichen und völlig neu konzipierten Programm ein. Mit einer ins Dämmerlicht getauchten, geschmückten Festhalle mit Kerzenlicht und leuchtenden Weihnachtsbaum fühlten sich sich die Gäste fast wie im heimischen Wohnzimmer.
Die musikalische Verzauberung begann schon beim Konzertauftakt mit der Jugendkapelle unter Leitung von Angelina Färber und Fiona Horn als Ansagerin. Mit dem Popsong „The Rose“ und dem bekannten Weihnachtslied „Mary’s Boy Child“ bewiesen die jungen Musiker einen schon recht hohen Leistungsstand.
Das Konzert in der Bitzer Festhalle vereinnahmte alle Sinne
Dann hieß es Vorhang auf für das Große Blasorchester mit ihrer Dirigentin Ramona König. Gleich zu Beginn blies den Zuhörern auflebender „Mountain Wind“ ins Gesicht. Martin Scharnagl mit seinem malerischen Klangbild und einem emotionalen Solo von Stephanie Bringazi mit der Oboe setzte erste Akzente, die aufhorchen ließen.
Ein echter musikalischer Leckerbissen mit fulminanter Fülle aber folgte mit „Cassiopaia“. In seiner anspruchsvollen „sinfonischen“ Dichtung vertont Komponist Carlos Marques die Geschichte der Kassiopeia aus der griechischen Mythologie. Die alten Griechen benannten ein Sternbild nach ihr, das das ganze Jahr über in Form eines W am Nordhimmel zu sehen ist – Sternenfunkeln am Himmel und im Konzert.
Präzise rhythmische Figuren, die Untermauerung der Götterkonflikte mit mächtigen Klängen und eine souverän dirigierende Ramona König ließen keinen Zweifel daran aufkommen, wie viel Fleiß und Probenarbeit, aber auch Lust und Leidenschaft hinter einer solchen Aufführung stehen – und das alles von Hobbymusikern, die im Alltag einem ganz normalen Beruf nachgehen und auch andere Verpflichtungen haben.
Nicht zu vergessen ist Benjamin Lebherz, der mit einer erfrischenden Moderation für das nötige Hintergrundwissen sorgte. Märchenhaft ging es mit dem Disneyfilm „Die Eiskönigin“ und „Highlights from Frozen“ weiter bis zur Pause.
Mit bekannten Weihnachtsklassikern warteten die Blechbläser auf
Der zweite Teil des Konzertabends stand ganz im Zeichen von Weihnachten und Winterzauber. Eine Blechbläserformation der Musikkapelle leitete direkt über zur „Twas the Night Before Christmas“. Auf Deutsch ist „Als der Nikolaus kam“ eine Übersetzung des berühmten englischen Gedichts „A Visit from St. Nicholas“, das auch als „The Night Before Christmas“ bekannt ist. Es wurde 1947 von dem deutschen Autor Erich Kästner ins Deutsche übersetzt.
Es gibt ja Leute, die vom Fernseh-Weihnachtsklassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ oder „Cinderella“, wie es im englischsprachigen Raum heißt, nicht genug kriegen. Was den Zauber dieser Filmmusik aber ausmacht, ist ihre Emotionalität. Die Bitzer durften mit der eingängigen Melodie von „Cinderellas Dance“ durch den verschneiten Wald reiten und sich bei „Happy Christmas“, einem Medley von Manfred Schneider Vorfreude auf Weihnachten holen.
In einem großartigen Finale erklang Friedrich Händels Meisterstück „Tochter Zion“ in einem Arrangement von Jan de Haan. Das restlos begeisterte Publikum wollte die Musiker kaum gehen lassen. Nach zwei Stunden schloss sich schließlich der Vorhang – und beschloss damit ein wahrhaft meisterliches Konzert!