Lehrer der Musikschule Wildberg gaben ein Benefizkonzert in der Stadthalle. Die knapp 100 Besucher zeigten sich begeistert und spendeten viel Applaus. Foto: Jaqueline Geisel

Musik für den Frieden, aus aller Welt, für jeden: Knapp 100 Besucher zeigten sich begeistert vom Lehrerkonzert der Musikschule Wildberg.

Wildberg - Tosender Applaus, begeisterte Rufe und so manches, in der Pause oder nach dem Auftritt direkt an die Musiker gerichtetes Kompliment begleiteten das Lehrerkonzert.

Nahezu alle Lehrkräfte standen auf der Bühne der Stadthalle und bewiesen damit nicht nur die große Bandbreite der musikalischen Bildungseinrichtung, sondern auch das hohe Niveau der professionellen Musiker, die hier unterrichten.

Ein Zeichen gesetzt

Überschrieben war das Benefizkonzert bewusst mit "Musik für den Frieden". An diesem Abend setzte die Musikschule ein Zeichen für Zusammenhalt, für Frieden in der Welt, für Völkerverständigung, wie sie an der Musikschule selbst tagtäglich gelebt wird. Denn die Lehrkräfte stammen aus den verschiedensten Ländern, aus Europa und von anderen Kontinenten, wie Musikschulleiterin Petra Roderburg-Eimann in ihrer Begrüßung erzählte. Diesen Geist trugen die hochklassigen Konzertmusiker an diesem Abend in der Stadthalle nach außen, nach Wildberg und in die Herzen der Zuhörer.

"Ein Lehrerkonzert ist schon immer sehr spannend", befand eine Zuhörerin. Und auch begeisterte Besucher äußerten sich positiv über die Qualität und das Können, das hier präsentiert wurden. Beides kam durch die breite Auswahl an Kompositionen gut zur Geltung. Beschwingte, fröhliche Werke und anrührende, gefühlvolle Stücke wechselten sich ab. So schafften die Lehrkräfte einen Spagat zwischen heiter und nachdenklich, ohne dabei schwermütig zu werden. Der musikalische Bogen spannte sich von Barockstücken, beispielsweise aus der Feder von Marco Uccellini, über Frédéric Chopin, dessen Kompositionen von Belacnto und Klassik geprägt sind, bis hin zu zeitgenössischen Komponisten wie Roland Dyens.

Zusammensetzungen wechseln

Unterschiedliche Ensemble-Zusammensetzungen komplettierten den Abend. Das Zusammenspiel der verschiedenen Instrumente – seien es Posaune, Gitarre und Kontrabass, Violine, Violoncello und Kontrabass oder Blockflöte, Violine, Akkordeon und Kontrabass – sorgte für Abwechslung und zeigte die vielseitigen Möglichkeiten, Stücke zu interpretieren und verschiedene Instrumente gemeinsam erklingen zu lassen.

Das Publikum war durchweg begeistert. Nach jeder Darbietung applaudierten und jubelten die Zuhörer. Der tosende Schluss-Applaus, der auf die Zirkuspolka von Jacek Rabinski folgte, wollte kaum verebben. Als sich die Zuhörer nach und nach verabschiedeten, war das kleine Spendenklavier, das am Eingang aufgestellt war, gut gefüllt. Der Erlös geht an die DHHN, die Deutsche Humanitäre Hilfe Nagold. Seit über 20 Jahren engagiert sich der Verein für Hilfsbedürftige in Osteuropa, wie Mitglied Dieter Dannenmann erzählte. Etwa 30 Freiwillige kümmern sich um alles, bis hin zum Sortieren und Verpacken der Spenden im Lager in Spielberg. Bis auf die beiden Fahrer der zwei 40-Tonner, die zweimal im Monat die Spenden in das Zielland bringen, sind alle ehrenamtlich tätig. Schon vor dem Krieg betrieb der Verein in Kooperation ein Waisenhaus und ein Krankenhaus in der Ukraine. Ob der vielen Kriegsflüchtlinge innerhalb der Ukraine, hat die DHHN ihre Anstrengungen hier noch intensiviert.

Die Bewirtung in der Konzertpause hat der Förderverein der Musikschule Wildberg übernommen.