Benjamin Hummel demonstriert auf seiner Klarinette eindrucksvoll, was er einst von Bernd Rimbrecht lernte. Am Klavier Sonnhild Froemer. Foto: Richard Schuster

Der frühere Schulleiter der Jugendmusikschule St. Georgen-Furtwangen starb im Juni. Jetzt wurde ihm mit einer Soiree gedacht.

Im Juni verstarb der langjährige Schulleiter der Jugendmusikschule St. Georgen-Furtwangen (JMS) und Klarinettenlehrer Bernd Rimbrecht.

 

Eine stattliche Anzahl ehemaliger Kollegen, Schüler und Weggefährten traf sich dieser Tage im Dönneweg-Lauffer-Saal in der JMS, um im Rahmen einer Soiree seiner zu gedenken.

Elias Zuckschwerdt, Leiter der JMS, begrüßte die Gäste. Er gab einen kurzen Überblick über den Werdegang Rimbrechts: Klarinettenlehrer seit 1973, übernahm er 1987 die Funktion des stellvertretenden Schulleiters der JMS. Im Jahr 2000 wurde er dann Leiter der inzwischen fusionierten Jugendmusikschule St. Georgen-Furtwangen und blieb dies bis zu seiner Pensionierung 2020. Sein Engagement, so Zuckschwerdt, sei von Weitblick und tiefem Verantwortungsbewusstsein geprägt gewesen. Zur Erinnerung an Bernd Rimbrecht werde man sein Bild nebst einer Gedenktafel vor dessen ehemaligem Unterrichtsraum anbringen.

Beruf des Musiklehrers war zugleich Berufung

Der Vorsitzende der JMS, Daniel Papst, äußerte Dankbarkeit dafür, ihn, Rimbrecht, erlebt zu haben. Für ihn sei der Beruf des Musiklehrers zugleich Berufung gewesen.

Zurückhaltung, aber auch Klarheit in seinem Tun - da wo es nötig gewesen sei – hätten den Menschen und Lehrer Bernd Rimbrecht ausgezeichnet. „Ich habe nie erlebt, dass er mal aus der Haut gefahren wäre“. Er habe als Nachfolger von Peter Dönneweg in der Leitung der JMS dessen „große Fußstapfen und ein durchaus herausforderndes Arbeitsumfeld“ vorgefunden und „Mut zum Dienst an der Schule und seinen Schülern“ bewiesen.

Beeindruckend war die Rede von Andreas Rossmy, der für das Kollegium der JMS sprach. Auch er würdigte – ähnlich wie seine Vorredner – zunächst zwar gebührend das Wirken des ehemaligen Leiters, fand jedoch dann auch nachdenkliche Worte. Bernd Rimbrecht sei später teilweise auf unangemessene Art und Weise kritisiert worden – leider auch öffentlich. „Vielleicht fehlte es hier an ausreichender Unterstützung für ihn.“

Drei kleine Ensembles umrahmen die Soiree

Musikalisch umrahmt wurde die Soiree von drei kleinen Ensembles aus dem Umfeld der JMS. Geboten wurden Werke von Joseph Haydn, Georg Friedrich Händel sowie Johann Stamitz. Dessen „Klarinettenkonzert B-Dur“ wurde von Benjamin Hummel – übrigens ehemaliger Rimbrecht-Schüler – sowie von Sonnhild Froemer am Klavier vorgetragen. Hummel bedankte sich nach dem Vortrag bei seinem ehemaligen Lehrer. Der habe ihn auf seinem musikalischen Werdegang hervorragend betreut.